Saarbrücken

Nach langer Planung und ewigen hin und her hat es jetzt doch endlich geklappt: ich bin in Saarbrücken und besuche Stefanie. Und Stefanie kann sich auch noch zusätzlich wieder freuen, in meiner Blogerzählung aufzutauchen 😉

An Himmelfahrt hab ich mich früh um halb 10 mit nem Mordskater in den Flixbus gesetzt und hab dort auch den ganzen Tag verbracht. Als ich abends um halb 9 in Saarbrücken ankam, hat mich Stefanie mit dem Rad abgeholt….so einen Service bekommt man auch nicht alle Tage!

Bei ihr im Studentenwohnheim angekommen, haben wir uns erst Mal leckeres Chili sin Carne gekocht und ich war dann auch ziemlich platt, sodass wir gleich schlafen gegangen sind. Ich wie immer auf der Isomatte im Schlafsack.

Am Freitag haben wir dann wunderbar bis 9 Uhr ausgeschlafen. Es war zwar echt hart auf dem Boden, aber schlafen geht ja immer ;D

Zum Frühstück haben wir uns Pancakes gemacht mit Erdbeeren *-* und um 11 Uhr ging es dann los in die Stadt. Mit 23°C und Sonnenschein hatten wir echt ein Glückstreffer dieses Wochenende. 15 Minuten später sind wir durch Saarbrückens Innenstadt geschlendert, auf der Shoppingmeile entlang. Dann sind wir links abgebogen in die FRÖSCHCHENGASSE – die heißt so, weil hier früher die Frösche zum Leichen zur Saar lang gehüpft sind… von da aus ging es über eine Brücke über die Saar zum Schloss. Ein sehr modernes Schloss am Platz des unsichtbaren Mahnmals… Von da aus ging es zurück im die Innstadt, wo wir uns Käsespätzle und Currywurst mit Süßkartoffelpommes bestellt und gegessen haben. War sehr lecker! Nachtisch gab es dann in Form einer Zotter-Trinkschokolade in einem kleinen Schokoladencafé. Anschließend sind wir noch zum Zeitvertreib durch die Stadt gebummelt bis zur Friedenskirche. Dort drin hatte auch gerade ein Orchester Probe, das klang in der Kirche nochmal doppelt so voll. Mega gut auf jeden Fall.

17 Uhr sind wir dann ins Theater „Living Room“. Das ist hier aktuell ein Theaterfestival, wo verschiedene Gruppen auftreten. Eigentlich war eine luxemburgische Gruppe Programm, aber die fielen dann aus und spontan ist eine Gruppe von der Uni hier aufgetreten. Das Stück war laut mit Lauten, es wurde viel geschrien und gesungen und getanzt. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht zuzuschauen. Nen Striptease gab’s auch… Nun ja, danach sind wir alle raus auf die Treppen der Friedenskirche und haben einer Lesung gelauscht, von der luxemburgischen Gruppe, die ja leider nicht auftreten konnte. In dem Stück ging es um FREMDE. Wann sind wir denn Fremde? Was is(s)t ein Fremder? Was ist das Gegenteil von fremd? Wir haben Lieder aus anderen Ländern gehört und ein Gedicht auf Luxemburgisch. Da hat er vorher noch erzählt, dass es für das Wort LIEBE keine Wort im luxemburgischen gibt. Das fand ich sehr spannend.

Danach haben wir noch ein bisschen die Sonne genossen und uns dann spontan noch dazu entschieden, die 20 Uhr Aufführung anzugucken. Die war in einem anderen Haus. Da ging es um einen Mann, der sich selbst umbringen wollte und dann einen Traum hatte, der seine Pläne änderte. Die ersten 10 Minuten passierte nix, ausser dass ein alter Fernseher Musik abspielte und versuchte ein Bild zu finden. Ich hab dann nur noch das Ende mitbekommen, weil so viel wie wir heute gelaufen sind, da war ich schon wieder richtig groggi. Und müde.

21h20 sind wir dann nach Hause gelaufen, haben uns Couscous, Zucchini und Tomaten gekocht und zusammen mit dem Chili sin Carne von gestern gegessen.

Nach noch ein bisschen YouTube gucken und Quatschen, liegen wir gleich wieder im Bett. Es ist ja auch schon 00:38…

Heute morgen gab’s ganz traditionell nach Marseiller Manier Arme Ritter zum Frühstück. Dann haben wir unsere Rucksäcke gepackt und sind wieder in die Stadt gelaufen. Dort haben wir ganz knapp unsere Bahn verpasst, weil der Fahrkartenautomat meinen 10€-Schein nicht nehmen wollte… Eine halbe Stunde warten und eine halbe Stunde fahren später, waren wir in Saargemünd. Oder: Sarrequemines. En France.💘

In den kleinen Gassen war absolut nix los. Am Anfang sind wir ein bisschen ziellose herum gelaufen, Stefanie hat ihre Bücher in der Bibliothek zurückgegeben, wir sind an der Saar entlangspaziert und waren dann auf dem Fete du Sport. Nur war zu dem Zeitpunkt noch nix los. Dann kam der erste kleine Hunger und wir haben uns eine Boulangerie gesucht. Anschließend waren wir wieder in diesem Schokoladenladen le Comptoir de Mathilde, der so leckere Aufstrichsorten hat😍

Dann führte uns der Stadtplan zu der Ruine vom alten Schloss von Sarrequemines. Auf dem Weg zurück ins Zentrum haben wir uns einen Eclair gegönnt, sind durch die Läden gebummelt und haben das Museum der Keramik besucht. Als Schüler/Student sind wir sogar kostenlos rein gekommen. Hier gab es früher ganz viele Keramik-Fabriken. Danach waren wir noch in einem riesigen Ofen, wo die Keramik gebrannt wurde. Sag ein bisschen aus wie ein gigantischer Bienenkorb.

Bis unser Zug zurück fuhr, haben wir uns noch ein wenig die Zeit auf dem Fête du Sport vertrieben. Da haben die Landesmeister verschiedener Sportarten ihren Sport demonstriert. Wir haben bei Turnen und Judo zugeguckt.

18 Uhr waren wir dann wieder zurück in Saarbrücken und haben noch Cidre im Netto gekauft. Wieder Zuhause bei Stefanie haben wir den Rest Couscous mit Zucchini und Tomaten zusammen mit Brot und einem Frischkäseaufstrich gegessen. Dazu gab’s natürlich den Cidre 😊 dann wurden die restlichen Sachen gepackt, ich hab mich umgezogen (und dabei meinen ersten Sonnenbrand des Jahres entdeckt) und dann sind wir schon losgelaufen zum ZOB.

Der Bus war pünktlich, wir haben uns voneinander verabschiedet und seit dem Versuche ich mich möglichst bequem zu verknoten, wie das auf einem Zweisitzer möglich ist, um zu schlafen. Mittlerweile sitzen wir hier zu zweit und für einen Sitz sind meine Verknotungskünste überfragt…morgen früh komm ich gegen 8 Uhr in Berlin an und treff mich mit Oma zum Frühstück.

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