Sonntagsausflug nach Avignon

So, endlich hab ich es doch mal geschafft mich hochzuraffen und nach Avignon zu fahren. Hab mir das schon ne geraume Zeit vorgenommen, aber alleine fand ich immer doof. Doch jetzt war die richtige Begleitung, das beste Wetter und ein freier Tag da!

Bin dann also gestern früh los. Hab früh noch Anne verabschiedet, weil sie für eine Woche Urlaub ans Meer fährt und bin dann zu schnell zum Bahnhof gelaufen. Ja, man kann als langsamer Mensch so viel zu schnell laufen, dass einem danach die Füße weh tun. Hab den Zug dadurch dann easy bekommen und Stefanie hab ich auch gefunden. Zusammen sind wir dann bis Avignon gefahren, wo wir dann erst mal in das Office de Tourisme sind, um uns einen Stadtplan zu besorgen. Die Dame da kreiste uns auch ein paar andere schöne Ecken im Stadtzentrum ein, die wir dann erst mal abgelaufen sind. Also sind wir durch die kleinen Straßen immer der Nase nach. Einmal durch „Les Halles“ – eine große Halle mit vielen Ständen wo Käse, Brot, Fisch, Fleisch, Gewürze, Gebäck, Obst und Gemüse verkauft wurde. Dann sind wir auf der anderen Seite raus, durch die Fußgängerzone und auf den großen „Place d´Horloge“ gekommen. Von dort ging es geradeaus direkt zum Papstpalast. Da es aber schon um 11 war, merkte Stefanie an, die sie so langsam Hunger bekäme. Auf der Suche nach etwas Essbarem, haben wir die „Pont d´Avignon“ gefunden. Also haben wir dort ein Ticket für die Brücke und den Papstpalast zusammen gekauft, was mit 11€ voll günstig war und haben uns dazu einen Audioguide besorgt – kostenlos – wir Sparfüchse ;D

Und danach ging es los: Uns wurde über die Legende der Brücke erzählt, von dem Lied, dass früher nämlich ganz anders klang als das welches wir heute kennen und dann konnte man sich das Lied noch als Reggea, Country und indisches Lied anhören, was ich schon recht cool fand.

Kleine Geschichtsstunde:
Die Brücke wurde erbaut, weil ein Schafhirte von Gott die Nachricht erhielt, nach Avignon zu gehen und diese Brücke zu bauen. Er setze ebenfalls den ersten Stein, um die Bewohner Avignons von Gottes Hilfe zu bezeugen. Daraufhin bauten sie diese riesige Brücke. Später, als der Hirte starb, wurde für ihn auf der Brücke eine Kapelle gebaut.
So, das für mich interessanteste war aber: Warum hört die Brücke bei der Hälfte des Flusses auf?
Tja-ha, das war noch nicht immer so. In den vielen Filmen und auf Fotos sah man, dass die Brücke mal ziemlich lang war und auf der anderen Seite wieder in einer Burg oder Stadt endete.
Kaputt gegangen ist die Brücke aufgrund dessen, dass nach einer langen Eiszeit der ganze Schnee geschmolzen und die Rhône in einen großen Fluss verwandelt hat. Die Strömung hat wiederum den Untergrund (Kies) weggespült, worauf die Brücke eingestürzt ist. Auch sieht die Landschaft mittlerweile ganz anders aus, denn da wo vorher Rhône war, ist heute Festland.

Nach der Pont d´Avignon hatten wir wirklich wirklich Hunger und haben verzweifelt nach etwas gesucht, dass in unserer Preisklasse lag. Letztendlich haben wir uns in ein Café & Restaurant gesetzt, ich hatte eine Portion Spaghetti Carbonara und Stefanie Muscheln. Und dadurch roch es erst so richtig nach Meer. Probiert hab ich sie auch und muss sagen….kann man essen^^

Nachdem wir endlich satt waren, sind wir mit unserem Ticket in den Papstpalast. Diesmal gab es nicht nur einen Audioguide, sondern auch ein Interaktives Pad. Da konnte man dann immer sehen wie die Räume früher ausgesehen haben. Wir waren in privaten Kammern, in der großen und kleinen Schatzkammer, im Speisesaal und in der Küche, die ich ziemlich cool fand, weil dadurch dass die Feuerstelle sehr groß war um mehrere Mengen gleichzeitig zu braten, war die Decke ein 16m hoher Schornstein. Die Küche selbst war also ein riesiger Ofen^^
Es gab insgesamt 3 Etagen. Die letzte war eine Terrasse mit wunderschöner Aussicht über Avignon. Die Terrasse ist das einzige, woran ich mich von unserem letzten Ausflug nach Avignon erinnern kann. Dass war damals mit Mama, Fritzi, Dirk und Luko. Da saßen wir im Auto und haben überlegt wie der Text vom Lied „Sur le Pont, d´Avignon“ geht und Dirk meinte nur, dass er sich sonst jeglichen Scheiß merkt, aber daran kann er sich nicht mehr erinnern..^^

Danach waren wir ziemlich müde und fertig. Mir taten die Füße erst recht weh, was aber vermutlich auch eher auf mein unpraktisches Schuhwerk zurückzuführen ist….Flipflops 😀
Wir sind dann wieder raus aus dem Papstpalast, haben Postkarten gekauft und weil ich was kühles Erfrischendes brauchte, gab so nen Zitronensaft mit gehäxeltem Eis. Das war echt gut. Wir sind dann noch in den Garten, haben uns in den Schatten gesetzt und die Aussicht genossen. Danach ging es gemütlich wieder zurück zum Bahnhof. Auf dem Weg haben wir Artisten beigewohnt, aber die allgemeine Begeisterung des Publikums hielt sich in Grenzen…


Am Bahnhof wurde es dann ein bisschen hektisch, weil wir konnten dann auch nicht mehr zusammen zurückfahren und sind dann jeder über seinen Umweg nach Hause.
In Salon bin ich nach Hause gehumpelt, weil meine Fußgelenke doch ganz schön gelitten haben.
Zuhause haben erst die Tiere was zu essen bekommen, dann hab ich mir noch Reste warm gemacht, bevor ich meine Füße auf meinem Bett platziert habe. Bin dann auch mal nicht ganz so spät ins Bett 😉


2 Gedanken zu “Sonntagsausflug nach Avignon

    1. Mh ne, lass uns lieber an schöne Seen fahren, es wird jetzt richtig heiß hier, da haben die Jungs sicher auch keine Lust drauf 😉 Aber Marseille ist Pflicht 😀

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