Erste Woche in Frankreich

Bonjour à toute la monde!

Meine erste Arbeitswoche war relativ unspektakulär. Am Montag habe ich höchstens zwei Minuten Flyer gefalten. Ansonsten habe ich meine Tutorin Sabrina kennengelernt, die übrigens super nett und total cool ist. Ihre Lache erinnert mich ein bisschen an Jessica^^ Sie hat mir an dem Tag die anderen Kollegen vorgestellt; erklärt, was das Centre Social AAGESC macht, hat mir das Schwimmbad und einen Supermarkt gezeigt. Dann habe ich noch ein weiteres Wohnungsangebot bekommen von der Mutter einer Arbeitskollegin. Sie wohnt 5 Minuten zu Fuß von Arbeit entfernt, ich bekomme einen eigenen Schlüssel und darf ausgehen und heimkommen was ich will. Ich habe mein eigenen Zimmer mit Schreibtisch und ein kleines Bad mit Dusche. Also als Karine mich am Montag 16 Uhr abgeholt hat, hab ich gleich meine Sachen gepackt und bin hierher umgezogen. Fühle mich ehrlich gesagt hier auch viel wohler 🙂

Dienstag bin ich dann auf Arbeit, hab mich eingerichtet und dann gesagt bekommen, dass Sabrina krank ist und ich heute und Mittwoch frei hab. Ja guuut 😀

Also war ich noch an dem Dienstag in der Stadt und bin erst zur Touristeninfo gelaufen. Habe mir ein paar Flyer zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung und einen Stadtplan besorgt. Hab dan aber den Stadtplan weggepackt und bin so durch die süßen Gassen getrullert. Salon ist echt wunderschön! Total verspielt, aber heimelich. Es hat halt total den südländischen Flair an sich. Dann ist mir an einem Haus aufgefallen, dass die Flaggen, Balkone und sogar die Steine des Hauses nur drauf gemalt waren. Da musste ich schon schmunzeln, weil mir das erst gar nicht aufgefallen war.


Dann bin ich auf einer kleine Kirche gestoßen. Allerdings fand ich es drin nicht so schön wie die Kirche, die ich auf meiner ersten Erkundungstour in Luxemburg entdeckt hatte. Aber ich saß recht lange da drin, habe mir den Altar angeguckt, nachgedacht und eine Kerze angezündet.
Danach ging es weiter entlang der Shoppingstraße, wo ich mir dann einen Crêpes gekauft habe, ein Schokoladengeschäft namens „Le Roy René“ und damit das Schloss gefunden. Schloss ist glaube die falsche Bezeichnung, es ist eher eine Burg. Aber total schön und man hat eine mega Aussicht über Salon. Ich stand da oben, habe über die ganze Stadt blicken können, der Wind hat mir mein Haar zerzaust und ich habe mich wie eine Königin gefühlt. Und frei. Es war ein unglaublich tolles Gefühl. Von oben sieht die Stadt gar nicht so aus, als gabe es Autos oder sowas. Auch von dem normalen Stadtlärm war nichts zu hören. Ok, lag warscheinlich am Wind, es war wirklich sehr sehr windig.

Danach war ich echt müde und bin so langsam zurück und ins Bett. So im Nachhinein war das gar nicht so die beste Idee. Den Mittwoch lag ich dann komplett flach im Bett. Den ganzen Tag. Meine Stimme war komplett weg.
Donnerstag war meine Stimme auch noch rau und mein Hals sehr kratzig. Tee trinken und die Klappe halten, also. Auf Arbeit habe ich dann an dem Tag ein Plakat für ein Seminar gestaltet. Das hat sehr viel Spaß gemacht und Sabrina war auch sichtlich begeistert von meinem wunderschönen Ergebnis ;D
Freitag war ich am Vormittag mit Anne (quasi meine Gastmutti) in der Stadt, da war eine Messe der verschiedensten Transportmittel hier unten in der Provence. Dannn rief Sabrina an und meinte, dass ich am Nachmittag frei hätte, da sie auch nicht da sein wird.
Eigentlich wollte ich dann Freitag nach Marseille zu einer „Silent Party“ aber hatte dann doch keine Lust, auch weil es erst sehr spät war und naja, bin dann zuhause geblieben.

IMG_20170920_113121_319

Aber am Samstag bin ich dann nach Marseille. Vormittags hatte ich erst einen Termin bei der Bank zur Kontoeröffnung und dann wieder zuhause, meinte Anne, ich hätte eine halbe Stunde um mich fertig zu machen, damit ich noch rechtzeitig den Zug schaffe. Ich bin zwar nicht ganz rechtzeitig losgekommen, hätte es aber geschafft, wenn ich nicht nach 5 Ecken festgestellt hätte, dass ich mein Ticket vergessen habe. Also bin ich nochmal zurück und hatte dan zwei Stunden bis zum nächsten Zug Zeit, mich komplett fertig zu machen und wirklich ALLES einzupacken. Umgezogen hab ich mich auch gleich. Hier sind es satte 25° und die Franzosen laufen hier rum und meckern „ihh, das ist zu kalt…!“. Also bin ich dann in Rock, Top und Flipflops los zum Bahnhof. Musste dort aber feststellen, dass ich auf jeden Fall noch eine Stunde warten muss. Die Stunde danach im Zug ging schneller rum.
In Marseille haben Stefanie und Clementine (übrigens auch aus Dresden (Clementine)) mich dann gefunden. Die beiden haben mir dann ein Stundenticket für die Metro gegeben und wir sind zum Vieux Port gefahren. Dort ist uns Yassine begegnet, den wir gleich mitkommen haben. Dann habe ich mich dazu entschieden, die Nacht in Marseille zu bleiben. Stefanie und Clementine hatten leider momentan keinen Platz in ihren WG´s aber Yassine hat es kurzerhand angeboten. Also war das dann auch geklärt.

Und dann ging es eine Runde rum. Immer am Wasser und an schönen alten Burgähnlichen Gebäuden direkt am Meer. Es war warm, es war sonnig, es war sommerlich. Wir Urlaub eigentlich. Man hat die Notre Dame auf der anderen Seite gesehen, die auf einem hohen Berg über Marseille trohnt und nur von weiten schon riesen groß ist. Wir saßen dort, haben gequatscht und die Sonne genossen.

Dann sind wir los zu einer Veranstaltung, für die uns Achref Karten besorgt hatte. Das war eine riesen riesen riesen große Messe für so gefühlt alles. Ich habe dann noch die anderen deutschen FSJler Antonia, Irina und Greta, sowie Achref kennengelernt. Als wir uns dann so in der Gruppe getroffen hatte kam plötzlich der Kommentar: „unsere Gruppe weißt überdurchschnittlich viele Rothaarige auf…“, tjaaa, es waren drei von acht. Klingt schon recht gut^^
Auf dem Messegelände war total viel los. Wir sind durch riesige Hallen gelaufen. Es gab sogar eine, die gabs in Luxemburg auch schon, wo alle Länder sich vorgstellt haben und Produkte aus ihrem Land verkauft haben. Yassine, der kommt aus Marokko und hat sich da mit jedem unterhalten und einmal sogar ein „Kaffepäuschen“ eingelegt. Dann hatte sich Greta draußen beschwert, dass so viele Leute vor der Musik stehen, aber niemand tanzt. Wir haben dann den Deal gehabt, dass ich mit ihr hier tanze und sie mich dafür dann nach Hause trägt, weil mir so die Füße und der Rücken weh taten^^

Wir sind dann an so einem Stand vorbei wo es Crêpes gab und solche Teile, die ich auf dem Weihnachtsmarkt in Luxemburg so geil fand. Da konnte ich dann nicht dran vorbei gehen. Wir sind dann gegen 10 Uhr raus und dann hat sich die Gruppe aufgelöst. Also eigentlich erst in der Metro, wobei Greta alleine in die andere Richtung fahren musst. Sie war auch alleine auf der anderen Seite der Gleise^^
Dann saßen nur noch Yassine, Achref, Antonia und ich in der Metro. Es kam eine Haltstelle, wir saßen ganz entspannt bis Yassine plötzlich aufspringt zum aussteigen und versucht die Tür zu Wand zu öffnen. Raus sind wir dann nicht mehr gekommen, sondern mussten eine weiter und zurück fahren. Aber wir haben uns so tot gelacht, dass er versucht hat diese Tür zu öffnen, wo halt einfach ein Steig ist sondern ne Wand. Es war ein sehr erheiternder Moment.
Bei ihm hat er mir ein Teil zum Schlafen gegeben, ich war noch duschen und ganz fix eingeschlafen bin ich auch. Und es muss sich keiner Sorgen machen!! Papa, es ist alles gut.

Heute morgen wollte ich dann aber doch schnell nach Hause um mir was frischen anziehen zu können und so. Yassine hat mich dann zum Hbf gebracht und verabschiedet. In Miramas musste ich umsteigen und habe mich dann mit einem auf französisch unterhalten, bis wir festgestellt haben, dass wir beide aus Deutschland kommen. Haben uns dann noch nett unterhalten bis ich in meinen Zug gestiegen bin. Auf dem Weg vom Bhf nach Hause hab ich dann noch den Markt gefunden und bin einmal drüber geschlendert. Zuhause hab ich mich erstmal frisch gemacht, was gegessen und dann gleich ans Blog-schreiben gemacht. 🙂

Hab euch lieb und schönen Sonntagnachmittag! ❤


Ein Gedanke zu “Erste Woche in Frankreich

Hinterlasse eine Antwort zu Bruderherz Antwort abbrechen