Neues Abenteuer. Seminar in Grainau. Vorbereitung auf das FSJ

So meine Lieben,`

Ich habe mich jetzt schon eine ganze Weile nicht mehr gemeldet und bzw auch total verpeilt, von unserem tollen Urlaub in Schweden zu berichten. Kommt vllt noch..

Aber mich hat es jetzt in einem größeren Umfang in die Welt gezogen: Ich starte ein FSJ in Frankreich an der Cote D´Azur.  Beworben habe ich mich dafür schon Anfang August, da die Unis mich dieses Jahr noch nicht wollten. Fest stand das FSJ aber erst vor knapp einer Woche. In der Woche gab es noch einiges an Kram zu erledigen. Versicherungen, frz. Konto einrichten, Wohnung suchen, Koffer packen, mein Zimmer ausräumen, Verbindungen und Fahrten buchen, ein letztes Mal alle Freunde treffen und die letzten Tage mit der Familie genießen. Wohnung habe ich noch nicht gefunden und auch sonst ist noch einiges offen.

Das FSJ fängt  mit einem Seminar an. Dieses findet in dieser Woche in Grainau statt. Am Fuße der Zugspitze. Die Fahrt war sehr turbulent. Eigentlich auch nur, weil der Flixbus in Nürnberg noch eine halbe Stunde an die Pause dranhängen musste und ich in München in der Hektik den Anschluss zu verpassen, in die falsche S-Bahn gestiegen bin. Aber es gab da zwei sehr nette Herren, die mich bis zum Bahnhof begleitet haben, wo ich eine Stunde später den nächsten Zug genommen habe. War insofern auch blöd, weil ich mich im Zug noch mit Konrad und Alea treffen wollte. Zwei andere Freiwillige aus meinem Seminar.
In Garmisch-Patenkirchen bin ich dann auf Lara gestoßen und wir sind zusammen mit dem Eibseebus nach Grainau gefahren. Wir beide waren zwei Stunden zu spät.

An dem Abend gab es nur noch Abendessen und diverse Kennlernspiele. Wir sind 28 deutsche und französische Freiwillige gemischt. War schon kompliziert, sich gleich alle Namen zu merken. Aber ich bin an dem Abend wie tot in mein Bett gefallen und war so so glücklich.

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Sonntag, der 09.09.2017

Aufstehen war um 7 Uhr. Mein erster Blick ging aus dem Fenster und ich habe eine wunderschöne Aussicht auf die Zugspitze. Die sah ich mir erstmal eine halbe Stunde an, bevor ich aufgestanden, mich angezogen und zum Frühstück gegangen bin. Da haben wir uns dann fast verquatscht, waren aber doch noch relativ pünktlich um 9 Uhr im Seminarraum. Da ging der Tag mit einem Spiel los und dem folgten noch einige Kennlernspiele. Dann wurde uns das Programm vorgestellt. Anschließend wurden wir in Gruppen aufgeteilt, die jede ein Thema zum Zusammenleben bearbeitete. Meine Gruppe hatte die Aufgabe ein System bzgl der Sauberkeit zu entwickeln. Die anderen Gruppen haben sich mit Regeln, der Freizeit, dem Essen und den besonderen Abenden beschäftigt.

Um 12 Uhr gab es Mittag: Nudelgratin und Mouse au Chocolat…mh….
Danach zog ich mich auf mein Zimmer zurück und habe ein wenig auf der Ukulele gespielt. Schließlich kam Romane zu mir und hatte ihre Ukulele dabei, spielen konnte sie aber noch nicht so wirklich.

14 Uhr ging das Seminar weiter mit unseren Erwartungen an das Seminar und das FSJ, unsere Bedürfnisse, was wir mitbringen und bestimmte Fragen im Allgemeinen.

Dann gab es noch eine Stadterkundungstour, allerdings hatten sich unsere Betreuer was richtig Geiles dazu einfallen lassen: Wir wurden wieder in Gruppen aufgeteilt, haben ein Thema bekommen und dann noch WIE wir dies präsentieren sollen. Meine Gruppe hatte Kunsthandwerk und lokale Produkte im Stil einer Sportshow. Am Ende haben alle Gruppen zusammen nacheinander vorgestellt. Insgesamt im Rahmen einer TV-Sendung. Erst eine Geschichte, dann eine Soup, dann ein Quiz, eine Doku und zuletzt der Sport. Wir hatten schon bei der Vorbereitung so wahnsinnig viel Spaß. Und die Präsentationen waren echt super gut, wir haben uns alle weggeschmissen vor Lachen. Unsere Sportshow bestand am Ende aus einem Biathlon: Blutwurz-Wetttrinken und danach Ski laufen und dabei wilde Tiere erlegen. Die wurden danach im Trophäenladen Weißmann in Grainau zur Schau gestellt und können käuflich erworben werden. Geheimrezept für die deutsche Siegerin im Biathlon waren der typisch regionale Almwieskäs, Obzoda und ein Bier. Die Präsentation fand nach dem Essen statt (Es gab Nudeln) und im Anschluss erhielt jeder von uns noch eine Kurkarte, die sehr viele Begünstigungen in und um Grainau enthält. Danach saßen wir im Gemeinschaftsraum und haben Klavier gespielt, bis ich mich für müde erklärt habe und auf mein Zimmer ging.

Mein Schlafzimmerblick ;D

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Montag, 11. September 2017

Heute Morgen war die Aussicht auf die Zugspitze wolkenlos und mit Sonnenschein. Es war so klar und durch die Sonne angenehm warm. Beim Frühstück, war ich mit einer der ersten.
Das Seminar wurde heute mit dem Spiel „Gordischer Knoten“ eingeläutet. Danach wurden wir in Tandems eingeteilt, sodass immer ein Deutscher und ein Franzose zusammengearbeitet haben. Die haben sich durch Tiergeräusche gefunden, die die Selben hatten. In den Tandems sind wir dann raus an die frische Luft und haben uns mittels Stimmer und Berührungen über das Gelände führen lassen. Am Ende haben wir alles ausgewertet.
Zum Mittag gab es wieder ein vielfätiges Angebot, wovon auf meinem Teller Nudeln, Möhren-Gurken-Salat und Mousse Au Chocolat zu finden war. Dann hatte ich mich spontan mit Stefanie für das Kochen am Abend gemeldet und es wurde gesagt, dass wir uns nach dem Mittag in der Villa treffen, damit wir dann einkaufen gehen können. Allerdings haben wir die anderen nicht mehr gefunden und dann feststellen müssen, dass diese im Nachbarort einkaufen sind… Also saßen wir bei dem schönen sonnigen Wetter mit Konrad auf der Terrasse und haben uns die ganze Pause über unterhalten. Das war schön.
Nach dem Mittag haben wir in neuen Tandems gearbeitet und zwar an unseren Portraits. Wir haben uns jeweils 15 Minuten ausschließlich auf Deutsch und auf Französisch unterhalten. Und zwar über die Hobbies, Familie, Haustiere und und und. Außerdem wurden wir dann in kleine Gruppen eingeteilt (ungemischt) und haben den ganzen organisatorischen Kram wie Versicherungen, Aufgaben, die Rechte des FSjler und so besprochen. Was so wichtig ist über den anderen zu wissen. Nach einer weiteren kleinen Caffée-Pause haben wir den Kurs in der Mitte geteilt und eine Übungen des magischen Stabes gemacht. Wir haben uns gegenüber aufgestellt und den Stab auf unsere Finger gelegt und sollten ihn dann auf den Boden legen, ohne den Fingerkontakt zu verlieren. Wir haben einige Zeit und viele verschiedene Ansätze gebraucht, aber wir haben es geschafft. Am Ende haben wir das noch alles ausgewertet und darüber gesprochen. Dann mussten wir aber aufhören, da in der Gruppe fünf Personen waren, die sich ums Essen kümmern. In der Küche fand dann erstmal eine kleine Tanzparty statt. Das war sehr witzig. Beim Kochen hat mich dann Clément nach draußen gebeten, ob ich ihm mal meine Ukulele zeigen kann. Wir saßen dann in meinem Zimmer und er hat auf meiner Ukulele gespielt und gesungen. Wieder ein kleines Privatkonzert. Es sind dann ein paar hoch gekommen und haben uns zugehört. Er meint, zum nächsten Seminar bringt er seine mit und dann spielen wir zusammen. Das wird cool. Danach haben wir uns noch über die verschiedensten Themen unterhalten, was sehr interessant war.

Das Abendessen wurde integriert in den Spezialitätenabend. Ich habe dabei Mamas Adoratio Schokolade mitgebracht und alle fanden die total toll und lecker und wollten mehr davon hören. Außerdem gabs während des Abendsbrots kleine deutsch-Nachhilfe-Stunden von mir für Lieven. Das hat mir Spaß gemacht.
Abends war dann nur noch Party, da es heute ein Geburtstagskind gab. Wir haben uns noch super lustig unterhalten, es wurde getanzt und ein paar Spiele gespielt und es gab einen Geburtstagskuchen. Es war ein sehr toller Abend.

Dienstag, 12. September 2017

Heute Morgen habe ich im Schnelldurchlauf geduscht UND Haare gewaschen. Ich saß dann also ganz entspannt um 8 beim Frühstück. Um 9 Uhr ging es los und als Guten-Morgen-Übung haben wir „Reise nach Jerusalem“ gespielt. Mit Richtungswechsel.
Danach waren wir im leisesten Casino der Welt und haben gezockt. Mal mussten die Gewinner, mal die Verlierer oder beide die Tische tauschen, wobei wir feststellen mussten, dass jeder Tisch andere Regeln für das Würfelspiel hatten. Das war sehr interessant. Wir hatten danach eine Auswertung und konnten viele Parallelen zum Spiel in unserer Vergangenheit, aber auch in unserer Zukunft finden.
Nach der Kaffeepause hat jeder individuell seinen Weg zum FSJ in einer Linie gemalt. Danach haben wir uns in Tandems zusammengesetzt und ich habe Alexine meine Linie auf Französisch erklärt und wir haben noch so ein bisschen gequatscht, weil alle anderen Sprachen verboten waren und dann hat sie mir ihre Linie auf Deutsch erklärt.

Danach meinte Alexine zu mir, dass ich echt schon sehr gutes Französisch spreche und nur kleine wenige Fehler mache. Da war ich so stolz, weil mir das bisher noch keiner so gesagt hat =D

Zum Mittag gab es Rouladen mit Kartoffeln und Rotkraut. Das Fleich war mega ekelhaft, total trocken und bei weitem nicht so gut wie bei Oma. In der Mittagspause saß ich wieder mit Stefanie zusammen. Weil wir beide so frustriert waren, dass die Mousse au Chocolat schon aus war, habe ich sie auf ein Stück Schokolade zu mir eingeladen. Und da saßen wir dann auf der Couch, haben über Lehrer, Schule, Kunst, Sprachen und Bücher geredet, bis die Pause vorbei war.
Nach der Pause haben wir noch ein sehr witziges Spiel gespielt, wobei man echt konzentriert bleiben muss…. „ich bin alleine gekommen.“

Zum Schluss hat jeder sich seine individuelle Pyramide gebaut mit Zielen, die er dieses Jahr erreichen möchte. Ziele, die nicht mal was mit dem FSJ zutun haben müssen.
Dann mussten wir feststellen, dass der geplante Pizzaabend ausfällt, weil sich die Küche was falsch notiert hatte, und deswegen keine Zutaten vorhanden waren. Also gab es für uns alle Mittagsreste und Spätzle. Danach sind wir in alle Winde zerstreut. Einige meinten, sie würden einen Film gucken, aber darauf hatte ich keine Lust. Ich habe in meinem Zimmer gechillt, und dachte mir irgendwann, ich geh doch mal rüber. Bin dann aber im Gemeinschaftszimmer auf Adele gestoßen, die wollte, dass ich Klavier spiele, damit sie dazu tanzen kann. Danach hat sie mit Benjamin Musik gehört und richtig Hammer geil dazu getanzt. Weiß leider nicht, was für ein Tanzstil das war.

 

Mittwoch, 13. September 2017

Heute haben wir uns am Vormittag in dem Seminar um die Frage „wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ beschäftigt. Also jeder hat sich individuell Gruppen zugeordnet wie bspw. „findet Frösche süß.“ oder „hat nur Brüder.“
Dann haben wir uns mit anderen darüber ausgetauscht. Nach der Kaffepause ging es dann in den kleinen Grüppchen vom Montag weiter, wie es denn nun aussieht in Marseille, Versicherungskram und dann wer denn unserer Ansprechpartner sein werden.
Nach dem Mittagessen habe ich mich eine halbe Stunde hingelegt, da ich extrem müde war.
14:30 sind wir dann in Wandermontur mit dem Bus zum Eibsee gefahren und einmal drum herum gelaufen. Wie Konrad es voraus gesagt hatte, regnet es natürlich in exakt dem Moment, als wir losgegangen sind. Aber es war sehr schön. Das Wasser war unendlich klar und so so schön in verschiedenen Blau- und Grüntönen. Ich habe mich mit Deutschen wie auch Franzosen unterhalten oder war mal alleine unterwegs und habe nachgedacht. Das war schön in der Natur. Wie eine Art Meditation. Für den Rückweg haben wir uns in zwei Gruppen geteilt: Die Gruppe, die zurück laufen möchte und die die den Bus genommen haben. Ich war in letzterer und wir hatten total viel Spaß. Wir haben erst zwei Runden Ninja gespielt. Danach haben wir eigentlich nur Daniel und Etienne gesucht, die sich ein Eis holen wollten. Als wir das im Bus saßen, haben wir versucht den Busfahrer zu ermutigen, dass er einfach mal anfährt, um die beiden zu erschrecken, dass sie auf den nächsten Bus warten müssen. Er hat uns diesen Gefallen leider nicht getan. Wieder zurück habe ich mich bis zum Essen ins Bett gelegt. Es gab dann veganes Chilli. Bin dann aber doch relativ zeitig hoch und habe mich Bettfertig gemacht, da ich echt müde war…

 

Donnerstag, der 14. September 2017

Am Vormittag haben wir erst draußen zum wach werden NINJA gespielt und anschließend ein „Speed-Dating“ mit Behörden und Autoritätspersonen gemacht. Das heißt, wir haben erst durch Brainstorming allerhand wichtiger Ämter zusammen getragen und dann hat jeder in der deutschen und in der französischen Gruppe eine Rolle übernommen, um denjenigen, die damit im anderen Land konfrontiert werden könnten, zu sagen wie es da abläuft.
Das war sehr sehr witzig. Bspw war ich Anwältin und dann kamen Émilie und Emmanuel als Ehepaar zu mir, weil sie sich scheiden lassen wollen.
Émilie:Ja, er ist nicht der Schönste. Er kocht nicht, putzt nicht, ich muss alles alleine machen. Ja, Sex ist auch nicht so gut, er trinkt ganz viel, hat schon nen Bierbauch und er hat mich mit einer deutschen Schlampe betrogen!!!
Emmanuel: Ja, also ich will halt einfach nur eine jüngere Frau und die auch noch besser aussieht.

Ich habe mich so tot gelacht. Es war wirklich aus sehr witzig. Ich war dann noch beim „Arzt“ und es war eben Speed-Dating. Faustin hat auch mit gelacht, weil es halt um „Rendez-vous“ ging, womit er eigentlich einen Termin meinte. Dann, dass ich ihm meine Handynummer gebe, obwohl er als Arzt nur meine Daten abgefragt hat, weil ich zum ersten Mal da war…Und zum Abschied habe ich noch mit nem Zwinkern „Bis heute Abend!“ gesagt, wo wir beide total lachen mussten und auch Safia (dt. Betreuerin des Seminars) musst mega lachen und fand das total gut^^

Nach der Mittagspause haben wir uns ein bisschen eher getroffen, da es noch einig zu schaffen gab. Wir haben unser Sprachniveau aufgezeichnet, einen Brief an unser Zukunfts-Ich geschrieben und uns Ziele überlegt, die mit der Sprache, die wir lernen, zusammenhängen. Bei der Erklärung der Aufgabe fiel das Wort „Pfeilhalsband“ und ich habe geweint vor Lachen. Dieses eine Wort hat mich total aus der Fassung gebracht… Wir sollten halt unsere Ziele auf Pfeile schreiben und diese dann auffädeln und da hat Etienne diesen Witz gebracht, der natürlich auch ins Deutsche übersetzt wurde und da ises passiert^^
Dann gab es noch eine Auswertung des Seminars und aufräumen, Pizza-Abend-Vorbereitung, Partyvorbereitung. Als wir mit den Pizzen fertig waren, war schon gegen 21 Uhr und ich dachte, ich würde gleich ins Bett gehen. Dann sind wir aber doch noch rüber ins Seminarhaus in die „Mexikobar“ und hatten wahnsinnig viel Spaß und viel getanzt. Es hat eine AirBand gespielt, es waren einige dem Karnevalmotto entsprechend bemalt im Gesicht. Wir vier Mädchen die nach Marseille gehen (Lara, Stefanie, Alea und ich), Konrad, Émilie und einige andere Franzosen waren bis zum Schluss da.
Gegen 4 sind wir ins Bett gegangen und gegen 7 wieder aufgestanden, um mit den anderen zu frühstücken, sie zu verabschieden und um 9 Uhr mussten eh alle aus der Villa raus sein.

Und ich muss euch noch ganz dringend von meiner Émilie erzählen. Ja…ganz richtig: MEINER!! 😀 Und das liegt alleine am Namen. Gut, und wir verstehen uns blendend, und sie hat einen Tag vor mit (aber auch 5 Jahre vor mir^^) Geburtstag. Ach ich hab sie einfach totaaaaal lieb ❤

 

Freitag, 15.09.2017

Früh bin ich wie geplant um 7 Uhr aufgestanden und war überraschend schnell wach. Wir haben gefrühstückt, den Rest zusammen gepackt und dann war ich ab um 11 Uhr die letzte mit Romane. Wir haben unsere Taschen in die Bibo gestellt und sind dann durch Grainau spaziert. Einmal zum Schwimmbad und einmal zum Zugspitzbahnhof. Dann saßen wir noch eine Weile in einem kleinen süßen Park.

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16 Uhr waren wir dann zurück und Romane wollte ins Schwimmbad. Ich konnte auch nicht mehr einfach so rumsitzen und habe mir meine Sachen geschnappt und bin los. Die Zugspitzbahn war mega süß! Konnte in Garmisch aber leider keinen Zug eher nehmen, denn es fuhr keiner eher^^ Also habe ich die Stunde gewartet und bin dann nach Innsbruck gefahren. Dort musste ich erstmal erfahren, auf welchem Gleis mein nächster Zug fährt. Ich war mega müde und keiner ist ans Telefon gegangen und mich wachzuhalten, indem er mit mir redet…. Aber der Zug kam ne halbe Stunde vorher, deswegen hatte ich genügend Zeit meinen Waggon zu finden und zu verstehen, was die russischen Schaffner versuchten mit mitzuteilen….Ich hatte ein Bett in einem Abteil mit drei russischen Omis.  Die eine konnte Englisch, ansonsten wäre Kommunikation überhaupt nicht möglich gewesen… Aber ich bin dann ganz schnell eingeschlafen….

 

Samstag, der 16.09.2017

Ich bin früh immer mal wieder aufgewacht um die Uhrzeit nicht zu verpassen. Aber das war nicht weiter tragisch, da ich bis zur Endhaltestelle gefahren bin. Also es war schon etwas seltsam, früh aufzuwachen und Palmen zu sehen. Um ehrlich zu sein, wurde mir da das erste Mal bewusste, wie weit weg ich von Zuhause doch bin und ich nicht mal eben so zurück fahren kann. Und dann…..sind wir am Meer entlang gefahren ❤ ❤ ❤ Blaues Wasser, Strand, Felsen!!! Es war so schön. Dann erreichte mich eine SMS, dass ich in Italien bin…. Nagut, aber nach Frankreich ging es dann auch sehr fix. In Nice Ville habe ich mich dann nach meinem nächsten Zug erkundigt, gleich ein Ticket für Marseille nach Salon-de-Provence gekauft und bin in den nächsten Zug gestiegen. Das war ein TGV. Und ich hatte das Gefühl, dass die Franzosen total unorganisiert waren… Da wurde fünfmal probiert einen Koffer an einen Platz zu stellen, wo für Koffer dieser Größe, kein Platz war. Am Ende standen alle im Gang, es wurde herum probiert, die Menschen haben sie durch den Gang gequetscht und ihr Gepäck, was sie woanders gut verstaut hatten, zurück geholt, damit es in ihrer Nähe, aber im Weg, steht…. Ich habe mich also 20 Minuten vor Marseille erhoben, um durch das Chaos noch rechtzeitig zu Tür zu kommen. Ging dann doch schneller als gedacht, weil mir mein Gepäck einfach über alle anderen drüber gehoben wurde….
Marseille ist ein großer, aber dennoch schöner Bahnhof. Ich habe mir erstmal wieder eine Information gesucht um den Gleis meines letzten Zuges zu erfahren. Da habe ich erfahren, dass man hört, dass ich Deutsche bin….okay^^…Im Zug habe ich dann entspannt mein Zeug verstauen können und saß neben einem jungen Mann, der ein Buch von Sherlock Holmes gelesen habe, indem ich ein bisschen mitgelesen habe…wenn ich nicht gerade die Landschaft bewundert angeguckt habe. Er musste ein wenig schmunzeln, dass ich so frech mitlese, meinte am Ende noch was zu dem Buch, was ich aber nicht verstanden habe.
In Salon hat mich dann Karine abgeholt und zu ihrem Haus gefahren. Sie meinte auch gleich am Anfang, dass ich ja extrem gutes Französisch spreche..
Ich habe ein einfaches Zimmer mit einem großen Bett, einer Komode, einem Spiegel, Eckschrank und Zugang zur Terrasse. Später habe ich noch ihren Sohn Thomas kennengelernt. 13 Jahre alt und super lieb. Alle sind hier total nett. Der Familienvater heißt Vincent und ist super lustig drauf. Ich habe dann als ich in meinem Zimmer fertig war mit Thomas „Spiderman“ geschaut. Am Abend wollten wir drei noch zu einem Gospelkonzert von Karine fahren und die beiden Herren des Hauses waren sich unschlüssig was die Uhrzeit betrifft. Der eine meinte 8 Uhr, der andere 9 Uhr. Also haben wir dann erst gegessen. Nudeln mit Hähnchen. Danach war ich schon gut satt. Aber es gibt ja in Frankreich immer noch Käse hinterher. Der hat noch rein gepasst. Aber ich habe nicht noch mit einem Dessert gerechnet, wobei der Käse ja kein Dessert ist. Aber da musste ich dann passen.
Zum Konzert waren wir noch pünktlich, es ging 21 Uhr los. Es war sehr schön, aber ich war dann so müde, dass ich immer wieder eingepennt bin. Nach dem Konzert war ich dann froh, als wir endlich zurück gefahren sind. Karine meinte, dass ich morgen ausschlafen kann solange wie ich will….ich dachte mir noch so…ach naja, sooo lange kann ich auch nicht schlafen, wie bis Mittag oder so….

Sonntag, der 17.09.17

Ratet mal wie lange ich gepennt habe!
Als ich dann doch im Dunkeln wach geworden bin (wegen der Jalousie), mein Handy angemacht habe und total entsetzt war, weil ich bis…. 14 Uhr gepennt habe!!!! Das heißt also 14h durchgepennt. Ich schiebe das darauf, dass ich mich ein bisschen kränklich fühle, aber trotzdem sind 14h unnormal lang.
Habe also 15 Uhr gefrühstückt, mit Thomas fern geguckt, Tee getrunken und so vor mich hin getrödelt. Skypen mit Oma, dann nachher noch Abendessen und zu einer gesitteten Uhrzeit ins Bett gehen, damit ich morgen früh um 7 Uhr mit Thomas frühstücken kann. Außerdem ist morgen dann mein erster Arbeitstag…

Also dann! Bis nächste Woche 😉


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