Städtetrip nach Bremen

Samstag, 13. August 2022

Ich war schon um 7 Uhr wach, obwohl wir bis halb 8 schlafen konnten. Wir sind aufgestanden, haben uns fertig gemacht, die fehlenden Sachen noch verstaut und pünktlich um 8.30 Uhr das Haus verlassen. Um 9.10 Uhr fuhr unser RE ab Ostkreuz bis Wismar und wir haben auch noch Sitzplätze bekommen. Noch in Berlin wurde der Zug richtig voll. Bis wir in Schwerin aussteigen mussten, hatten wir noch 3h Fahrt vor uns. Aber mit so vielen Menschen um einen herum, macht die ganze Fahrt etwas unterhaltsamer. Zwischendurch gab es auch die Situation, dass der Zug an der einen Haltestelle total vorbei gefahren ist bzw viel zu spät gebremst hat und nur die letzte Tür noch am Bahnsteig war. Er hat sich entschuldigt und ist einfach weiter gefahren… Weil der Zug so doll Verspätung hatte, haben wir uns spontan entschlossen, eine Station früher auszusteigen, weil genau da unser Anschlusszug auch wieder vorbei kommen würde. Der Zugführer hat es dann nochmal ausdrücklich empfohlen, dort umzusteigen, weshalb gefühlt der halbe Zug ausgestiegen ist. Der Anschlusszug kam mit 30 Minuten Verspätung an und wir standen bzw saßen dann im Mittelgang rum. Der Zug hielt auch an einigen Stationen nicht mehr, weil er so voll war, dass niemand mehr hätte einsteigen können. In Hamburg angekommen, haben sich die Menschen von draußen an die Tür gedrängelt, als wäre das Prinzip „Erst einsteigen lassen, dann aussteigen.“. Unser Anschlusszug nach Bremen fuhr zum Glück alle 20 Minuten, weshalb wir ganz entspannt am Gleis gewartet haben. Auf der letzten Etappe haben wir was gegessen im Zug und ich habe Sandro aus meinem Buch vorgelesen. Als wir in Bremen angekommen sind, kam uns die Stadt viel lauter und dreckiger vor als Berlin. Aber unser Hotel ist sehr schick gewesen. In der Innenstadt, 10 Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt. Nachdem wir uns von der Anreise ausgeruht haben, sind wir um 17.30 Uhr noch mal ins Stadtinnere gelaufen. Zuerst habe ich mich zu Loriot auf die Bank gesetzt und Sandro hat uns fotografiert. Dann sind wir an einem Teich entlang geschelndert bis zum Tischlerei-Museum, wo man aber telefonisch die Öffnungszeiten hätte erfragen müssen. Wir haben einen ersten Blick in die Böttgergasse geworfen und auf den Brunnen der 7 Faulen – da hätte ich mich glatt dazu legen können. An der Weser haben wir uns was zu Trinken geholt und anschließend nach einem geeigneten Lokal gesucht für das Abendessen. Die Wahl fiel schließlich zu Sandros Vergnügen auf den Bremer Ratskeller. Für mich gab es leider nicht viel interssantes an vegetarischen Speisen und habe mich mit einer Apfel-Curry-Suppe für 7€ begnügt, die von der Menge her maximal 3€ wert gewesen wäre. Sandro hat mir gnädiger Weise seinen Salat überlassen. Danach sind wir gemütlich zum Hotel zurück geschlendert, ich habe noch mit Lavinia per Video telefoniert und bin um Mitternacht Sandro in die Welt der Träume gefolgt.

Sonntag, 14. August 2022

Schön ausgeschlafen bis 10 Uhr, zum Frühstück ging es ne halbe Stunde später. 11.30 Uhr waren wir fertig und haben beschlossen um 12.40 Uhr die Bahn nach Bremerhafen zu nehmen. Rucksack packen, umziehen und losgehen.
In Bremerhafen sind wir um 13.30 Uhr angekommen und gemütlich ins Zentrum Richtung Hafen spaziert. Der Anblick der Nordsee war schon ein toller Anblick! Wir sind an der Strandpromenade langgelaufen bis zum Klimahaus. Die Schlange sah lang aus, aber wir mussten gar nicht so viel warten. Drinnen noch die Rucksäcke abgeben und auf die Toilette gehen (die schon echt cool aussah, wie ien Häuschen auf der Alm) und es ging zur Einleitung. Dort sind wir zusammen mit dem Axel, der diese Weltreise auf dem 8°Ost 34 Minuten Längengrad um die Erde unternommen hat. Entlang der Bahngleise von Bremerhaven geht es in die Schweiz und die Alpen zur ersten Station:

  1. Isenthal – Schweiz
  2. Senegal – Sardinien -> sehr trockenes Klima, Dürre, Wasserknappheit, hohe Brandgefahr
  3. Kanak – Niger -> Wüste/ Sandlandschaft, Sandmalerei, Geräusche und Gerüche sind in der Gesellschaft unerwünscht (Pupsen z.B.), Sex vor der Ehe ist mit Verhütung erlaubt, Küssen in der Öffentlichkeit aber verboten
  4. Ikenge – Kamerun -> Tropenwald, die Frau hat einen geringeren Stellenwert als der Mann, erledigt aber so gur wie alle wichtigen Aufgaben und Arbeiten zum Fortbestehen und Überleben der Familie, Polygamie ist erlaubt, Mann darf nur so viele Frauen heiraten, wie er auch ernähren kann
  5. Satitoa – Samoa -> Meereslandschaft, viele Fische
  6. Königin-Maud-Land – Antarktis -> unbewohnt, -6° kalte Räume
  7. Gambell, St. Lawrence Island – Alaska -> Walfänger und Jäger
  8. Langeness – Deutschland -> Ebbe und Flut, Hochwassergeprägt

Als das Klimahaus um 18 Uhr geschlossen hat, sind wir auch raus. Ich hatte noch Postkarten gekauft und dann haben wir was zu Essen gesucht. Ich wollte eigentlich gern ins Panorama-Café gehen um die Aussicht aufs Meer genießen zu können, aber das war schon ziemlich teuer. Also sind wir zurück in Richtung Klimahaus und haben uns in ein italienisches restaurant gesetzt und lecker Spaghetti Carbonara und Schweinemedaillons ins Champignongsahnesoße gegessen. Das war viel leckerer als im Ratskeller gestern. Eis war leider aus, aber das haben wir uns in einem anderen Café to-go geholt. Damit haben wir uns dann an die Strandpromenade gesetzt, wo Sandro neue Freunde gefunden und sie mit seinen Waffelresten gefüttert hat. Und Namen gegeben. Seine „Jungs“ waren nun die Möwen namens Bob, Steve, Jo, Roger, Bryan und Stanley.

Als alles aufgegessen und verfüttert war, sind wir zum Watt runtergeklettert und haben die Füße eingematscht. Man konnte richtig sehen, wie die Ebbe voranschritt. Wir haben uns übers Watt in Strandbad „geschlichen“, Badesachen angezogen und standen dann nur im Watt rum und haben den Matsch geknetet und waren doch nicht baden. Gegen 20 Uhr haben wir uns wieder angezogen und sind zum Bahnhof zurück gelaufen. Am Bahnhof haben wir um 20h42 die Bahn zurück nach Bremen genommen. Im Hotel angekommen, ging es erstmal unter die Dusche und dann haben wir noch Ligretto gespielt. Sandro wollte gern nochmal in die Hotelbar, aber da wir doch schon sehr müde waren, ging es nur noch in die Heia.

Montag, 15. August 2022

Wir sind gegen 9 Uhr aufgewacht und erstmal schnell zum Frühstück geflitzt, da das unter der Woche nur bis 10 Uhr bereit steht. Danach haben wir im Zimmer Tagebuch geschrieben und überlegt, welche Stadttour wir heute machen wollen. Sandro hat dann eine online heruntergeladen, die uns mit dem Handy, ein paar Fragen und Informationen durch die Stadt schickt. Los gings am Bahnhof, der früher eine Tabakfabrik war. Weiter gings zur Windmühle mit schönem Gemeinschaftsblumenbeet, das jedes Jahr neu und anders bepflanzt wird. Anschließend ging es weiter zjm Ansgariitor und der Handwerkskammer, wo wir ein Bio-Eis mit den Sorten weiße Schokolade, Salz-Karamell, Mango und Mohn gegessen haben. Weiter gings zum modern Art Museum, Schiff Alexander von Humboldt mit der Statue „Mann mit Vogel“ und dem Theaterschiff. Dann hab ich mich neu eincremen müssen und es ging weiter ins Schnoorviertel mit vielen kleinen, engen, verwinkelten Gassen. Dort habe ich noch zwei Postkarten gekauft und wir haben eine norwegische Familie getroffen, deren Hund Sandro später streicheln durfte. Sandro glücklich. Hund glücklich. Wir sind dann in einige kleine Geschäfte rein, ich habe neue Seife gekauft und wir haben die Gassen bewundert. Auf einem kleinen Dorfplatz haben wir pausiert und Fotos im Schaufenster von unserer Spiegelung gemacht.

Anschließend ging es weiter zum Bremer Gericht und zum Dom. Weil wir nicht nach oben gehen konnten, sind wir weiter zum „Bremer Loch“, Wenn man Geld hineinwirft, ertönen die Laute der Bremer Stadtmusikanten. Das dort gesammelte Geld wird einer Hilfsorganisation gespendet. Im Sommer kommen da mal locker 2000€ pro Tag zusammen.
Weiter gings in die Böttgerstraße. Dort haben wir Camping-Emaille-tassen gefunden und ein Loriot-Kartenspiel gekauft. Außerdem waren wir noch in der Bonbonfabrik und ich habe Lakritze für Celine und Lavinia gekauft.
Am Bremer Glockenspiel haben wir dann 30 Minuten gewartet, bis das Spiel 18 Uhr los ging. Neben uns saß ein französisches Paar, mit denen ich mich kurz unterhalten habe. Sie wollten wissen, wo man in Deutschland Fleisch kaufen kann. Und ich wurde für meine tollen Sprachkenntnisse gelobt. Wir sind dann weiter zum Hafen gelaufen und haben uns in das Pfannkuchenrestaurant gesetzt, in Form eines Piratenschiffes. Wir saßen an Deck und ich habe mich nach langem Hin- und Her für „Magelan“ entschieden, mit Spinat und verschiedenen Käsesorten. Ich habe fastg die Hälfte geschafft und mir den Rest einpacken lassen. Sie waren so riesig. Als wir auf unser Eis gewartet haben, hat es angefangen zu regnen.. Erst nur ein bisschen, als es aber doller wurde, haben sich alle einen Tisch unter Deck gesucht. Sandro hat das bezahlt, ich habe die Kamera regensicher im Rucksack verstaut und wir sind durch die Böttgerstraße zurück zum Hotel gelaufen. Am Ende dann barfuß und ich hatte das Bedürfnis im Regen zu duschen. Zu guter Letzt habe ich Loriot auf seiner Parkbank noch Gesellschaft geleistet. Im Hotel haben wir uns umgezogen und uns mit dem neuen Kartenspiel in die Hotelbar egsetzt, Rommé gespielt und Radler und Bier getrunken. Ab 23 Uhr mussten wir in die Lobby umziehen, wo wir noch bis Mitternacht gespielt haben. Ich habe gewonnen – sehr zu Sandros Unmut.

Dienstag, 16. August 2022

Nach dem Frühstück und dem Tagebuch schreiben, haben wir uns gegen 12h30 auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Diesen haben wir einmal durchquert, um auf der anderen Seite durch den riesigen Bürgerpark bis zum UNIVERSUM zu spazieren. Klingt lang und anstrengend – war es auch. Dazu noch die Hitze und einzelne gigantische Betonquader, die im Park standen. Sandro hat mir dabei die den Unterschied zwischen einem Quader und einem Würfel erklärt. Und wir haben uns vorgestellt, wie wir in den Tiefen dieses Parks verloren gehen, uns verlaufen und fortan als Geister oder Ureinwohner durch den Wald streifen und Jahre später erst den Weg zur Zivilisation zurück finden.
Weil ich dann wegen der Hitze so gejammert habe, haben wir uns auf eine schattige Parkbank gesetzt und Wasser getrunken. Und dann kam eine Frau mit einem relativ großem Hundemix vorbei, der uns ganz lieb und freundlich angeschaut hat und zu uns wollte. Wir haben uns kurz einander bekannt gemacht und geknuddelt. Die Besitzerin meinte, dass ihre Hündin manche Menschen unbedingt kennenlernen will und nicht ohne vorbei gehen kann. Dadurch sind wir danach motivierter weitergegangen. Aber nicht mehr im Park, sondern entlang der Häuserreihen. Da haben wir ein Haus entdeckt, das eine kleine Kita war. Und schon reifte ein Plan heran, dass unsere zukünftige Kita nicht Teil des Gebäudes oder des Grundstücks sein soll. Und nebenan ein Café mit Pflanzen und leckerem Kuchen, das von Celine und Enrico betrieben wird. Und Sandros Tischlerei ist etwas weiter entfernt, arbeitet aber mit der Kita zusammen.

14h30 waren wir dann endlich imi UNIVERSUM angekommen. Es ist ein riesiges experimentelles Museum, das in verschiedene Kategorieren eingeteilt ist: Mensch, Natur, Technik.
Besonders cool fand ich den dunklen Tastraum. Bei Mrensch und Technik waren wir noch gut dabei, aber abd er Etage Natur wurden wir dann hungrig und die Konzentration und Motivation ließ nach. Insgesamt waren wir auch 4h drin.

Auf dem Rückweg sind wir dann mit der Straßenbahn zurück ins Zentrum gefahren. Und ich war die Einzige ohne Maske….Hab mich wie eine Verbrecherin gefühlt.
Eigentlich wollten wir uns ein Restaurant im Schnoorviertel suchen, aber haben uns dann für ein Restaurant&Bar auf der Schlachte gegenüber vom Kusntmuseum entschieden. Das war zwar relativ teuer, aber wir hatten einfach Hunger und keine Lust noch länger zu suchen. Außerdem konnten wir auf der Terasse zur Weser sitzen und hatten eine schöne Aussicht in den Sonnenuntergang. Zwischendurch hat es geregnet, aber wir waren diesmal gut geschützt unterm Blätterdach des Baumes. Gegessen haben wir Burger mit (Süßkartoffel-)Pommes, die mega lecker waren! Ihr Geld defintiv wert! Anschließend noch eine Eisschokolade und ein Radler, bzw Bier. Ansonsten haben wir den ganzen Abend Karten gespielt und Sandro hat bei einer bewusstlosen Person im Restaurant Hilfestellung gegeben. Gott, sah er hot aus in diesem Moment!

Wir sind dann gemütlich nach Hause uum Hotel geschlendert, wo Sandro falsch laufen wollte, sich aber zu 100% Sicher war, dass er richtig läuft. Ich habe mit ihm gewettet….und er hat verloren. Zurück sind wir nur noch ins Bett gefallen.

Mittwoch, 17. August 2022

Um 9 Uhr sind wir zum Frühstück, damit wir um 10 Uhr im Zimmer unsere Sachen zusammenpacken können. Um 11 Uhr haben wir ausgecheckt und unsere Rucksäcke ander Rezeption verwahren lassen. Dann sind wir zum Dom gelaufen, um einmal die Ausicht aus 60m Höhe über Bremen bewundern zu können. Danach haben wir uns noch den Dom angeschaut, dessen Farbgebung mit Blau, Rot und Goldgelb mir sehr gut gefallen hat, sowie die verschiedenen Muster. Dann waren wir noch im Bleikeller und haben uns einige Mumifizierte angesehen. Nachdem wir unsere Zugverbindungen gecheckt haben, haben wir beschlossen um 13h30 mit dem Zug loszufahren. Also sind wir langsam zum Hotel zurück und zwischendurch noch einen Blick durch den Laden Manufactum und einem Outdoorladen schweifen lassen. Dort habe ich für Sandro eine 1,2 L Flasche aus Metall gekauft, die wunderschön in verschiedenen Farben schimmert…die gibts dann mal irgendwann, wenn er schon wieder vergessen hat, dass es sie gibt 😀
Im Hotel waren wir nochmal auf Klo, haben unsere Rucksäcke geholt und haben uns für die Reise umgezogen. Dann ein letztes Mal zu Loriot und seiner Parkbank und dann zum Bahnhof. Um 13h33 sind wir dann in die Bahn gestiegen und 1h bis Hamburg-Harburg gefahren. Dort hatten wir 30 Minuten Zeit zum umsteigen, aber unsere Bahn kam zu spät, weshalb wir unsere anschließende Bahn auch verpasst haben und eine Stunde warten mussten. Sandro war sehr genervt davon. Aber in Uelzen hat der nächste Zug gewartet und wir haben ihn echt noch bekommen! Der letzte Umstieg war in Stendal am Hauptbahnhof, Während ich die Rucksäcke umgepackt habe, ist Sandro kurz rüber zu Netto.

In Berlin hab ich mich dann schon früher von Sandro verabschiedet und bin bereits am Bahnhof Jungfernheide ausgestiegen, in die Ringbahn gewechselt und auf Lavinias Anweisung hin, zur Schönhauser Alle zu ihrem Papa gefahren. Zusammen mit Celine, Enrico, Lavinia, Layka und Balu sind wir zum Gorinsee gefahren. Auf dem Parkplatz hat Lavinia die Reste meines „Margelan“-Pfannkuchen gegessen und ist vöölig ausgefippt von dem Geschmacksorgasmus, den sie erlebt hat. Anschließend sind wir ins Wasser gesprungen, das schön warm war. Der Boden hat sich allerdings wie weicher Rauch unter Wasser angefühlt. War irgendwie komisch. Danach haben wir noch etwas im flachen Wasser rumgetümpelt und Quatsch gemacht. Anschließend raus, anziehen und zum Auto. Ich wurde mit Balu an der Prenzlauer Allee abgesetzt. Ich habe noch die Postkarte und die Lakritzbonbons überreicht und bin dann nach Hause gefahren mit Balu. Sandro ist vorhin schon zu sich nach Hause gefahren. Gegen Mitternacht bin ich dann müde ins Bett gefallen.



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