Seit Corona unser tägliches Leben bestimmt, war der anstehende Ostseeurlaub in Dänemark ein erfreuliches Ereignis, das viel Entspannung versprach. Mit von der Partie waren wieder die üblichen Verdächtigen: Oma, Papa, Kirsten, Luko, Elia und ich…
Am Samstag den 18. Juli 2020 klingelte um 4 Uhr früh mein Wecker. Nach dem Anziehen und dem Einpacken von restlichen Urlaubsutensilien, hatte ich noch reichlich Zeit bis die anderen in Berlin waren.
Um 5 Uhr ging es dann endlich los und ich habe die restlichen 10 Stunden im Bus in der Mitte zwischen Elia und Luko verbracht. Es war wirklich keine angenehme Position zum schlafen, vor allem weil ich auch kein Kissen hatte. Aber mit dem Hörspiel des Känguru-Manifest´s verging die Fahrtzeit sehr schnell.
In Flensburg gab es einen Zwischenstopp zum ersten Großeinkauf.
Die Grenze konnte wir auch ohne Halt und Probleme passieren. In Dänemark hat sich dann nochmal merklich die Landschaft verändert, auch wenn es im Großen und Ganzen nicht viel anders aussieht als in Deutschland. Aber irgendwie sah alles ein bisschen weicher und weiter im Blick aus.
Gegen 15 Uhr haben wir dann unser Ferienhaus erreicht und es ist eines der coolsten Häuser, in denen wir je Urlaub gemacht haben! Aus Holz (außen schwarz, innen hell), geräumig, hell, stylisch-gemütlich eingerichtet mit 7 Schlafmöglichkeiten, Sauna, Whirlpool, Küchenecke, Couchgarnitur, Fernseher, Schaukelstuhl, Ofen und großer Terasse mit Garten, Sandkasten und Fußballtor. Gut…letztere beiden haben wir eher nicht genutzt…außer Papa das Tor um seine Golfbälle zu schlagen^^
Wir haben die Zimmer verteilt und gemütlich unsere Koffer ausgepackt. Dann ging es erstmal zum Strand und direkt rein ins kalte Ostseewasser und zurück zur Abendbrotvorbereitung: Sommerrollen. War super lecker mal wieder!
Den Abend haben wir mit einem guten Buch auf der Couch verbracht. Ich habe ein neues angefangen, dass ich im Ferienhaus gefunden habe…

Wohnzimmer mit Fensterfront 
Garten 
Küche 
Offene Küche mit Blick ins Wohnzimmer 
Flur mit Bad,zwei Schlafzimmern und Hochbett 
offenes Esszimmer 
Unsere stylische Terasse
Dieser Urlaub war eher ein klassischer Erholungs- und Entspanungsurlaub, anstatt eines Jeden-Tag-in-Aktion-Urlaubes. Deswegen will ich nicht jeden Tag einzeln beschreiben, sondern ich habe mir eine neue Form überlegt, die die zwei Wochen kurz und knackig und dennoch mit vielen Erlebnissen darstellt…hoffe ich 😀
Einige markante Tage bekommen aber die normale Erzählperspektive.
Vormittag (Aufstehen bis 16 Uhr)
Die meisten Tage beginnen mit einem Sprung in die kalte Ostsee zum wach werden und einfach weil es total Spaß macht. An den anderen faulen Tagen war es mir zu frisch, es hat geregnet oder ich habe noch geschlafen.^^
Für die Frühstücksvorbereitung haben wir uns abgewechselt. Oft gab es Rüherei, einmal hab ich Crêpes gemacht und den Feueralarm ausgelöst, aber es fand immer zwischen 10 und 12 Uhr statt. Also gaaanz gemütlich…
Anschließend hat jeder für sich rumgewuselt. Einige lagen zurück in den Betten oder auf der Couch. Oder Papa und Kirsten sind ein paar Mal vormittags auch zum Golfen gefahren.
Ich hab mich an einem sehr sehr windigen Morgen in zwei Jacken und eine Decke, Mütze und Schal dick eingewickelt und es mir so auf der Terasse im Liegestuhl bequem gemacht, weil ich unbedingt draußen lesen wollte. Die Sonne schien zwar leicht an dem Tag, aber es war wirklich krass windig….
Dann standen natürlich bei schönem Wetter auch Strandspaziergänge auf dem Plan, bei denen jeweils Papa und Fritzi Zuhause geblieben sind. Da habe ich viele schöne Steine gesammelt, die ich am Ende alle im Ferienhaus gelassen habe, weil sie trocken doch nicht mehr ganz soo schön aussahen^^
Aber wir haben auch einen schönen großen Stein gefunden, auf dem man sich wie eine Meerjungfrau räkeln konnte 😉😁
Bei besonders schönem Wetter und auch bei nicht ganz so besonders schönem Wetter (weil bei schönem Wetter kann ja jeder ;P ) haben wir einfach unsere Strandsachen geschnappt und haben es uns im Sand gemütlich gemacht. Die Zeit hab ich häufig mit Lesen, Musik hören, Schlafen und später auch mit Stricken verbracht. Wenn ich nicht gerade bis zur Boje geschwommen bin.
Fritzi hat an einem Tag seinen Ring verloren, den Oma für ihn verwahren sollte.. Wir haben gefühlt den ganzen Strand umgegraben, aber keinen Ring gefunden
An einem Tag war Ebbe und man konnte bis zu der Boje laufen. Gut, konnte man auch so, aber bei Ebbe wird man nur bis zu den Knien nass.
Die letzten Vomittage habe ich dann nur noch damit verbracht, meine Socke zu stricken. Ich hatte drei Bücher durchgelesen und saß dann, anstatt zu Lesen, mit meiner halben Socke irgendwo rum, habe gestrickt und ein tolles Hörbuch gehört.
Nachmittag (15 Uhr bis Abendbrot)
An dem einen Nachmittag haben Luko und Elia versucht, auf der PS4 Harry Potter LEGO auf dänisch zu zocken, was einfach super lustig mit anzusehen war^^
An einem anderen waren wir in Odder und sind durch die kleinen Gassen geschlendert zum einkaufen.


Innenstadt Odder 

Am Bahnhof in Odder 

Friedhof
Der Film „Ratatouille“ stand auch einmal im Programm, aber auf Englisch, da wir Dänisch nicht verstehen… jedenfalls nicht sofort^^
Strandnachmittage gabs natürlich auch. Wir haben die SUP´s mitgenommen und sind rausgepaddelt.
Luko hat auf wundersamerweise Elias Ring zwischen seinen Füßen gefunden :O
Die Schlecht-Wetter-Varianten waren dann Canasta und Romé spielen, Stricken, Lesen und faul rumliegen und kochen fürs Abendbrot.
Abendbrot
Folgende Gerichte haben den Urlaub so richtig urlaubig gemacht:
– Sommerrollen (mittlerweile DAS Essen in unseren Ostseeurlauben)
– Nudeln mit verschiedenen Soßen
– Chili sin Carne
– Süßkartoffelsuppe
– Kartoffelecken
– Kartoffeln mit Quark… Aber ohne Leinöl 😐
– Pilzrisotto
– selbstgemachte Pizza
– nochmal Sommerrollen 😀

Sommerrollen 

Risotto
Abendliches Unterhaltungsprogramm
An einem der ersten Abende habe ich in meinem Stressfrei-Mandalatierbuch gemalt und war auch so lange vom Stress befreit, bis ich wieder versucht habe, die Musikdateien vom alten Handy aufs Neue zu befördern…wobei ich jämmerlich versagt habe.
Ansonsten haben wir ganz oft Canasta in Team gespielt und haben uns gegenseitig platt gemacht, oder wir haben Lukos Würfelspiel „10.000“ gezockt, welches ne Weile gebraucht hat, bis auch ich es kapiert habe. Dann war es aber sehr spaßig! Ich hatte insgesamt einmal den Höchstwert von allen erspielt, mit dem ich in jener Runde auch gewonnen habe: 14.000 erwüfelte Punkte 😀
An einem Abend hatte ich auch besonderen Spaß dabei, Elia und Luko jeweils die Haare zu schneiden. Ein Talent, das ich bisher noch nicht entdeckt hatte, aber ich freudig von beiden gelobt wurde.
Am letzten Abend habe ich dann auch meine Socke zuende gestrickt und war mächtig stolz auf mich und verliebt in die Socke ❤
EInmal kamen die Jungs auf die Idee, draußen im Garten Flunkyball zu spielen, wozu Oma nur meinte „Mist, hätten wir mal billigen Fusel für die gekauft, dann wären die morgen schön ruhig gestellt…“
Und ein besonders schöner Abend, auf den ich gern zurückblicke, besand darin, dass Oma, Papa, Luko und ich seehr lange auf der Couch saßen und Papa und ich laaange geredet haben. Bis 2 Uhr nachts über unsere Familie, verschiedene kleine Probleme, meine Zukunft, die meines Bruders, Rückblickend auf meine Schulzeit. Ich hab es sehr genossen, denn solche Gespräche gibt es einfach viel zu selten. Aber umso besonderer werden sie dadurch.

Hier kam die Ferse dran 
Die erste Socke ist fertig! 
ein ganzer Regenbogen
Ein Tag in Aarhus
Am 23. Juli sind wir mit dem Auto direkt nach dem Frühstück nach Aarhus gefahren.
Nachdem wir einen passenden Parkplatz in einer der kleinen Gassen gefunden haben, sind wir durch die Innenstadt und Altstadt geschlendert und in ein paar kleine Geschäfte gebummelt.
Die Straßen waren tierisch voll mit Menschen und niemand musste eine Maske tragen! Klar gab es die gleichen Regeln wie Abstand halten und Hände waschen und Nies- und Hustvorschriften, aber keine Maskenpflicht. Nirgendwo.
Oma, Kirsten und mir war es zu voll auf der Shoppingmeile, weshalb wir die Männer dagelassen haben und uns ein schönes Café außerhalb des Trubels gesucht haben. Dort haben die beiden einen Eiskaffee bestellt, der aber nicht wie gewohnt mit Eiscreme serviert wurde, sondern mit Eiswürfeln. Aber er hat wohl trotzdem unglaublich lecker geschmeckt.
Für mich gab es eine Trinkschokolade aus einem Runde Glas mit Deckel, dazu ein kleines eckiges Glas Wasser und Sahne in einem Tonschälchen. E sah so gut aus und auch das Leitungswasser war einfach das leckerste, das ich je getrunken habe!!
Als die Männer dazu kamen, haben sie sich auch noch einen Eiskaffee bestellt, bevor wir zum Auto zurückgekehrt sind.
Zurück im Haus hat Luko angefangen Nudeln mit leckerer Tomaten-Tofu-Soße zu kochen.
Am Abend habe ich meine Aarhusfotos durchgeschaut und war hin und weg von der Qualität der neuen Handykamera. Zum Abschluss haben Oma und ich zusammen Elia und Luko im Canasta platt gemacht ;D

süße Häuschen 
hübsche Hinterhöfe 

Unser leckerer Café-Besuch 
Der Wikingerturm 


Im Wikingerturm 
In der Innstadt Aarhus
Abreisetag
Den letzten Tag wollten wir nochmal richtig genießen und uns nicht schon früh verrückt machen.
Mein Wecker klingelte um 5 Uhr. Ich hab meine Strandsachen genommen und wollte mir den SOnnenaufgang um 5h22 ansehen. Leider hab ich wegen der vielen Wolken nichts gesehen. Also bin ich zurück und ins Bett, um nochmal bis 10 Uhr zu schlafen.
Nach dem Frühstück ging es direkt an den Strand. Wir hatten heute mit Abstand das schönste Wetter überhaupt! 23°C, keine Wolken zu sehen und erfrischender Wind. Dementsprechend voll war auch der Strand.
Luko und ich sind dann auch mit dem SUP rausgefahren. Ich hab es die ganze Zeit geschafft stabil stehen zu bleiben ohne rein zufallen und dann, als ich ankomme und absteigen will, falle ich natürlich maximal dämlich von Board eine Körperbreite neben dem Strand….naja….ich wollte eh noch ins Wasser^^
Und da war ich dann auch nochmal richtig. Und zwar von allen Strandtagen am längsten. Sonne macht schon viel aus. Wir haben Frisbee gespielt und sind auf den SUP´s gepaddelt wie auf Luftmatratzen und ich wollte gar nicht mehr rauskommen… 😛
Erst am Nachmittag sind wir dann sonnengetankt zurück zum Haus und haben angefangen unsere Sachen zusammenzupacken.
Zum Abendbrot gab es nochmal Nudeln. Anschließend hatte jeder noch eine häusliche Aufgabe, bei der ich nochmal komplett gesaugt habe. Gegen 21 Uhr haben wir uns dann von unserem schönsten Ferienhäuschen verabschiedet und sind ins Aupt gestiegen. Zwischendurch haben wir nochmal kurz angehalten, damit ich den tollen Sonnenuntergang fotografieren konnte ❤
Gegen 5 Uhr waren wir in Berlin in meiner Wohnung. Während ich ein paar Sachen zusammengesucht habe, haben zwei auf meinem Bett gepennt, eine auf meinem Sofa und der vierte auf dem Boden (einer ist im Auto geblieben^^). War sehr lustig anzusehen, das Bild das sich mir bot…
Auf 7 Uhr waren wir in Dresden, haben Luko und Elia zuhause abgesetzt und ich bin mit Oma mit zu Papa. Bei ihm angekommen sind alle in ihre Betten gefallen um zu schlafen…















