Freitag, 20.04.2018
Heute Vormittag hab ich noch gearbeitet, aber am Nachmittag war das Centre geschlossen. Außerdem meinte Naimar, dass nächste Woche Ferien sind und da das Center auch die ganze Woche geschlossen ist. Also hab ich mir schon Mal überlegt, was ich Montag und Dienstag dann machen kann, bis ich auf die geniale Idee kam, einfach schon eher nach Dresden zu fahren. Ich hab mein Ticket umgebucht und in vier Stunden meinen Rucksack für drei Wochen gepackt. 16 Uhr bin ich dann per Mitfahrgelegenheit nach Marseille und zu Stefanie. Wir haben dann noch ne Kleinigkeit gegessen und sind dann mit dem Bus zum Plage Prado gefahren. Dort haben wir Lynn, Antonia und Clementine getroffen. Später sind noch Alea, Lara und Achref dazugekommen. Wir hatten zwar insgesamt den Sonnenuntergang verpasst, aber der Himmel war trotzdem noch wunderschön farbig. Allerdings wurde es dann ziemlich fix kalt. Aber wir haben viel geredet und gelacht, Ukulele gespielt und dazu gesungen. Es war einfach wunderschön und perfekt am Meer.
Abends sind wir dann zusammen zurück gelaufen und ich hab mich noch mit Clementine unterhalten, was auch Mal total cool war, da sie auch aus Dresden kommt 😍😊
Samstag, 21.04.2018
Stefanie ist schon um 7 Uhr aufgestanden und dann zu ihrem Lehrgang da aufgebrochen. Ich hab gemütlich geduscht, mir die Haare gemacht und bin dann pünktlich um 9 aus dem Haus. War allerdings schon ziemlich komisch, so ganz alleine in ner fremden WG zu sein^^
Ich war dann erst fix bei der Post und bin dann zum Vieux Port gefahren, wo von Lara und Alea noch nix zu sehen war. Ein Anruf und die Entscheidung da zu warten, hat mir die Bezeichnung als faule Socke beschert, sodass ich dann doch die Canabière hoch zu Lara gelaufen bin und da auch noch gefühlte 15 Minuten warten musste, bis die beiden es auch Mal geschafft haben. Dann haben wir uns beim Bäcker für jeden ein Pain au Chocolat, ein Baguette und einen Brownie für alle gekauft, im Carrefour Saft und Erdbeeren und im Gewürzladen eine Oliventapenade fürs Baguette.
Fürs Frühstück haben wir uns natürlich ein ganz besonders Plätzchen ausgesucht und sind da noch 20 Minuten hingelaufen. Aber es war so schön. Der Strand Catalans war jetzt schon sehr voll, aber wir sind dann ein Stück um die Ecke gegangen, da waren Sitz-und Liegestuhl-mäßige Steinblöcke, da haben wir unser Frühstück in der Sonne ausgebreiteten und auch endlich gegessen. Und danach ging es sofort ins Meer. Bikini an und rein da. Wir hatten zwar keinen Strand zum langsamen rein gehen, sondern nur riesige Steine zum reinklettern und im-letzten-moment-Springen, aber übermäßig kalt fand ich das Wasser überhaupt nicht. Wenn man ein bisschen geschwommen ist, ging das total klar. Nagut, also nach dem Schwedenurlaub ist für mich wahrscheinlich nur noch die Antarktis kälter, alles andere ist in Ordnung. Wir haben dann ein bisschen rumgeplantscht und uns viel bewegt und gelacht, sehr zur Unterhaltung aller anderen. Vor allem als wir dann das Spiel “umrunde dreimal deinen rechten Nachbar” begonnen haben… Alea war am hartnäckigsten und hat letztendlich auch gewonnen, während Lara und ich halb am Lachkrampf gestorben sind. Aber es war eine sehr schöne Erfrischung!
Rauskommen stellte sich dann alles schwieriger heraus, da man ja beim reinkommen, den letzten Schritt (also beim rauskommen die erste Etappe) beim reinkommen einfach übersprungen hat. Wortwörtlich. Aber dann saßen wir schließlich auf den Steinen und sind in der Sonne getrocknete, bis mir schließlich die relativ große Blutlache zu meinen Füßen aufgefallen ist. Es war nur noch Schnittwunde am großen Zeh, aber Lara und Alea sind gleich zu besorgten Müttern mutiert und haben sich nen Kopf gemacht, “was passiert ist”, “und so viel Blut”, “ist Salzwasser gut oder nicht”. Also ja, ansich sah es schon so aus, als wäre da ein kleines Eichhörnchen ermordet wurden, aber Taschentuch auf die Wunde und gut war’s. Am Abend hab ich von Stefanie ein Pflaster bekommen und hey, ich lebe noch! =]
Gegen halb 1 haben wir dann alles zusammengepackt und sind zurück gelaufen. Jeder nochmal nach Hause und dann wollten wir uns in den Park Borèly setzen, Musik hören, lesen und noch den Nachmittag genießen. Als ich dann ne Stunde später an der Haltestelle stand, war der Bus so voll, dass er nicht Mal angehalten hat, hat dann Lara angerufen, dass es sich für Alea zeitlich nicht lohnt, in den Park zu fahren. Also bin Ich zu Lara gelaufen und zusammen mit den beiden über den Markt geschlendert bis zu einem kleinen Café, für einen Kaffe und Citronnade. War lecker. Alea musste dann um 16 Uhr los und Lara und ich sind entspannt zurück, haben auf dem Markt noch zwei DVDs gekauft und weil Lara ziemlich erschöpft war, haben wir uns für den Abend nochmals verabredet. Wir sind dann also jeder zu sich nach Hause. Als Stefanie dann kam, haben wir uns mit Lara abgesprochen nen gemütlichen Abend bei Stefanie zu machen. Sie kam dann auch zu uns und wir haben Pizza gemacht, deren Hauptbelag Mais war. Aber trotzdem sehr lecker. Und dann saßen wir in der Küche und haben geschwatzt, bis wir dann alle nach Hause bzw ins Bett sind.
Sonntag, 22.04.18
Heute morgen habe ich mich von Stefanie um 8 Uhr verabschiedet und hab nochmal bis 9 Uhr gepennt. Danach bin ich gemütlich duschen gegangen, habe mein Bett zusammengeräumt, meine Sachen für die Fahrt rausgelegt, meinen Rucksack soweit fertig gepackt, hab “gefrühstückt” und bin dann auf um 12 Uhr zum Strand gefahren. Dort hab ich mich mit Lynn getroffen, die allerdings ne gute Stunde später kam…aber naja, wir lagen in der Sonne, haben viel geredet und waren zwei Mal im Wasser und es war so so schön! Wie Urlaub. Es war sehr entspannend. Gegen 16 Uhr sind wir dann los und haben uns verabschiedet. An der Bushaltestelle bin ich mit einer älteren Frau ins Gespräch gekommen und zusammen haben wir uns dann in den überfüllten Bus gequetscht. Bei Castellane musste ich dann erst noch meine Metrokarte aufladen und bin da fast verzweifelt, weil der meine Karte nicht akzeptiert hat. Anschließend bin ich noch zum Bäcker, aber ausgerechnet heute hatte der keine belegten Baguettes. Trotzdem gab’s nen Salat und ein Croissant für morgen früh. Zuhause bei Stefanie war ich fix duschen, umziehen und alles gut ein- und verpacken. 17 Uhr bin ich dann mit meinem ganzen Krempel zur Metro und zum Hauptbahnhof gefahren. Dort war ich ne Stunde vor Abfahrt und hab mir noch was obsthaltiges und ein belegtes Brötchen gekauft. Die letzte halbe Stunde hab ich dann draußen noch die Sonne genossen, bevor mein Bus dann 18h30 losfuhr.
Der Bus fährt über Cannes, Nice und Genova nach München. Zwischen Marseille und Nizza waren wundervolle Landschaften. Und ab Nizza ging’s endlich in Meernähe weiter. Ich hab mich nämlich extra auf die rechte Seite gesetzt, um den Meerblick noch genießen zu können. Allerdings ist es jetzt schon dunkel, dafür hab ich eine wunderschöne Sicht auf die Lichter der Städte und das bereitet mir irgendwie Sehnsucht. Ich freue mich total auf Zuhause, aber das hier ist auch ein Zuhause für mich geworden und es wird so unfassbar weh tun im Herzen (vorallem mich das jetzt schon ein bisschen traurig macht, weg zu fahren), in vier Monaten hier wieder abzureisen. Ja ich weiß, es bestünde ja auch die Möglichkeit hier zu Bleiben, aber genauso kann ich ja auch wieder kommen 🙂
Montag, 23.04.18
Nachts um halb eins waren wir in Genova und einige sind ausgestiegen, bis der Busfahrer mich dann darauf aufmerksam gemacht hat, dass alle aussteigen müssen, weil Buswechsel. Schon da hab ich erste deutsche Worte gehört so nach dem Motto “ist das mit dem Buswechsel normal?”. Dabei hatte ich mich schon so gefreut, nen Doppelsitzer zum schlafen zu bekommen, aber neeeein….naja, ich saß dann neben einer Frau, aber ich könnte da an dem Mittelgangsitz einfach nicht schlafen, ohne den Kopf irgendwo gegen lehnen zu können. Ich hab angefangen einen Film zu gucken, wurde dadurch zwar müder, aber schlafen ging trotzdem nicht. In Mailand bin ich dann an den Fensterplatz des Doppelsitzers nebenan. Als die Frau nach der Pause wieder kam, war ihr Platz auch schon wieder neu belegt und dann saßen wir einfach wieder Nebeneinander. Eingeschlafen bin ich allerdings erst gegen 2 Uhr. Als ich dann gegen 6 wieder aufgewacht bin, waren wir schon am Bodensee. Dort hat uns dann aber ein Polizeiwagen aus dem Verkehr gezogen und ich hab meine Nachbarin darauf hingewiesen sich anzuschnallen. Es ist mir zwar noch nie passiert, dass die das kontrolliert haben, aber man muss es ja nicht darauf ankommen lassen. Dann wollten die aber unsere Ausweise sehen und dann mussten plötzlich alle aussteigen samt Gepäck und dann wurden einige kontrolliert. Ich wurde bspw auch gefragt wo ich her komme. Reisetechnisch betrachtet. Mir ist das schon Mal passiert, als ich bei einem der Polizist ist, in der Mitfahrgelegenheit mitgefahren bin und mit nem großen Rucksack, Pumphose und zu der Zeit noch Rastas Unterwegs war, dass der dachte ich wäre Hippie und ein bisschen Links oder so. Keine Ahnung. Meine Sachen wurden aber nicht kontrolliert.
Dann durften wir wieder in den Bus und weiter fahren. Und da hab ich mich ein bisschen mit meiner Nachbarin unterhalten, was sich als sehr schwierig herausstellte. Sie ist Italiener und kann nur ein bisschen Englisch und ich kann kein italienisch und Englisch irgendwie auch nicht mehr^^ das war irgendwie unmöglich. Mir sind die einfachsten Wörter nicht mehr eingefallen wie “Freunde”, “reisen”, “heute”…ich hab immer sofort mit Französisch geantwortet, dass dann realisiert und gefühlte Ewigkeiten nach meinen Englischkenntnissen gesucht 🙈 aber das macht eben nen echten Franzosen aus….keine andere Sprache als Französisch im Kopf zu haben ;D
Aber wir haben uns gut verstanden, sie heißt Stefania und ist Modedesignerin.
Ich hab dann meinen Liebesfilm von gestern Abend zuende geguckt. Übrigens auf Französisch mit französischen Untertiteln und ich hab echt alles verstanden. Zwar nicht jedes Wort, aber den kompletten Sinn des Filmes und was passiert ist. Das war so cool, ich war richtig stolz auf mich :))
In München sind wir ne halbe Stunde verspätet angekommen, aber das hat mir immerhin die Wartezeit verkürzt. Ich war erstmal auf nem richtigen Klo und haben dann noch 20 Minuten auf meinen Bus gewartet, die ich mit Lesen verbracht habe.
Der zweite Bus ist dann pünktlich um 11 abgefahren und ich hab erstmal mein Baguette verspeist. Bis Regensburg saß ein netter und gutaussehender junger Mann neben mir…wir haben uns ein bisschen unterhalten. Den Rest der Fahrt hatte ich den Doppelsitzer für mich, aber auch da hat man irgendwann alle möglichen Sitzpositionen durch. Und dann kurz vor Zwickau macht der Fahrer auch noch 40 Minuten Pause….aber dann bei der Ankunft in Dresden war ich total aufgeregt. Stefan hat mich am Hbf abgeholt.
Bei meiner Ankunft zuhause wussten die Jungs ja auch noch nicht, dass ich heute schon ankomme….Stefan ist zuerst hoch und wollte eigentlich die Reaktionen filmen und hat es irgendwie verpasst^^ Naja aber war schon wahnsinnig witzig…
Luca hat erstmal die Tür wieder zugemacht und Elia hat mich angeguckt, als wäre ich ein Geist, bevor er mich angesprungen hat…
Und Mama kam erst am Abend. Wir saßen alle so beim Essen, haben uns gemütlich unterhalten und Mama stand der Mund offen, sie hat sich aber riesig gefreut ❤
Dienstag, 24.04.2018
…hieß es dann von Mama „Naja, wenn du schon mal hier bist, kannst du ja auch gleich dein Terrarium und das Aquarium sauber machen…!“
Das war meine Abendbeschäftigung, weil ich am Vormittag fröhlich vor mich hin gedattelt habe – sehr zum Missfallen von Mama….und ich hab Luca B. noch einen Krankenbesuch abgestattet (mit extra Buchstaben deshalb, weil es eine Luca B. und einen Luca gibt…um Verwechslungen auszuschließen 😉 )
Mittwoch, 25.04.2018
…bin ich dann gegen Mittag mit dem Flixbus nach Leipzig gefahren und hab mich mit meiner Luxemburg-Lara getroffen. Wir sind in das Eiscafé, in dem sie neben ihrem Studium arbeitet und haben viel gequatscht und mit dem Kellner (also ihr Kollege und ein guter Freund) hatten wir ziemlich viel Spaß. Ich habe nämlich 4 Eiskugeln bestellt, da ja in Frankreich eine Kugel alleine schon 3€ kostet, muss ich das ja ein bisschen ausnutzen.
Ich: Euer Vanilleeis schmeckt so gar nicht nach Vanille….irgendwie fruchtig…
Lara: Häää?? (kostet)…ja weil es auch Bananeneis ist!
Der Kellner kommt.
Ich zu ihm: Willst du mal mein Vanilleeis probieren..??
Er total irritiert: Neee…
Lara: Das ist Bananeneis!
Er brachte mir darauf eine neue Kugel, die aber auch wieder Banane war. Auch am Nachbartisch bemerkten welche, dass ihre Eisschokolade Bananeneis enthält….Er ist dann immer hin und wieder in die Küche gerannt, hat gekostet bzw uns einen Löffel zum kosten gebracht. Es hat sich dann schließlich herausgestellt, dass am Vortag der Rest Bananeneis ausversehen auf das Vanilleeis gepackt wurde…
Auf 16 Uhr sind wir dann zu Rike gefahren, die mir meine wunderschönen Dreads eingeflochten hat. Das hat ca. 1 ½ Stunden gedauert. Danach hat sich Lara verabschiedet und ich hab mich mit Patty am Hbf getroffen und wir waren noch nen Smoothie zusammen trinken. Für mich war es ziemlich seltsam plötzlich so anders auszusehen, aber die anderen Menschen hat das so überhaupt nicht gejuckt.
Mit Flixbus bin ich dann abends zurück und alle anderen waren schon im Bett als ich angekommen bin.
Donnerstag, 26.04.2018
Die erste Nacht mit Dreads war schon seltsam. Ich wusste nicht, wie ich liegen sollte, es hat gejuckt und gedrückt und war einfach seltsam.
Wir haben dann an dem Tag den Film fertig gemacht und mit Musik hinterlegt. Die geilste Stelle ist, wo Elia eine Rose zwischen Zähnen hat und im Hintergrund „Shake that ass for me“ von Eminem läuft! Dann mussten noch die Cocktails rausgesucht werden und wir wollten die Umbenennen, wobei Fritzi erstmal einen kleinen Wutanfall bekommen hat. Letztendlich haben wir den KiBa „Sonnenuntergang“ und den Sekt-Orange „Beschwipster Minion“ getauft. Die fand er dann in Ordnung^^ -puh, ich fand die Namen zu geil!
Abends war ich dann mit Norbert in Dresden Plauen in der Pizzeria essen. War ein netter Abend, aber dabei bleibt es wohl auch. Das witzigste war eigentlich, dass ich erst viel später mitbekommen habe, dass er in Wirklichkeit gar nicht Nobert heißt^^ -da war ich schon ein wenig erleichtert.
Am Freitag, 27.04.2018 wurde dann alles vorbereitet und ich war mit Mama auch nochmal einkaufen. Ab 18 Uhr sind wir dann in dieses Jugendhaus in Prohlis gefahren und haben die Tische für alle vier Familien aufgebaut, den Raum fürs Buffet vorbereitet und die ganzen Getränke und Co an die Bar gestellt. Abends hab ich dann noch bestimmt 10 Kleider angehabt um eins für die Jugendweihe zu finden, was gar nicht so einfach war und auch erst das letzte ist es schlussendlich geworden.
Samstag, 28.04.2018
…früh war ich mit Mama und Stefan alleine, weil Fritzi bei Papa war. Es war also relativ entspannt. Wir haben klein gefrühstückt, uns schick gemacht und dann kamen auch schon Papa, Oma und Fritzi, die dann auch schon eher los sind als wir, zum Fototermin um 11:20 Uhr.
Gegen 11 Uhr sind dann Oma Petra, Mike, Falk und Jessica mit Frieda angekommen und wir sind direkt weiter mit Luko zum World Trade Center zur Komödie gefahren. Das war ziemlich witzig, weil Luko bei uns im Mini mitgefahren ist und er erstmal nicht wieder raus kam….durch den Anzug wirkte alles noch hilfloser….ein Anblick für die Götter!
Dann haben wir Fotos gemacht und ich hab meinen ehemaligen Klassenlehrer getroffen und wir haben uns ein bisschen unterhalten, war total cool.
Die Komödie ging um 12 Uhr los. Da ich ja keine Jugendweihe in diesem Rahmen hatte, war das alles auch neu für mich. Es haben zwei Mädchen das Programm moderiert, zwischendurch mal was gesungen und das Thema „Jugendweihe“ von verschiedenen Seiten beleuchtet. Also „Warum feiern wir Jugendweihe? Was bedeutet es?“ Und sowas. Alles in Allem war es eine sehr schöne Veranstaltung.
Danach ging es nach Hause, wo ich mir die Haare neu gemacht habe und wir Mike, Jessica, Frieda und Fritzis Kindheitsfreundin Leni abgeholt haben.
Mit allen ging es dann ins Jugendhaus, wo es Kaffée und Kuchen gab und anschließend den Jugendweihefilm, den ich ja gebastelt habe, der übrigens sehr schön geworden ist. Als dann alle Familien da waren, gab es noch ein kleines Programm. Die vier Jugendweihlinge (4 Jungs) haben jeder erst eine kleine Rede gehalten und mussten dann ein Quiz beantworten. So Fragen wie „Was ist Mascara?“ und als Antwortmöglichkeiten gabs dann A) Ein Fest in Venedig, B) Ein Lidschatten, C) Eine Schuhmarke. Also so ganz ganz viele Fragen mit wirklich lustigen Antwortmöglichkeiten, bspw bei „Was sind Hot Pants?“ gabs als Antwort „englische Bushaltestelle“…. Aber sie haben alles richtig beantwortet.
Danach gab es noch eine praktische Prüfung. Sie mussten erst eine Kravatte binden, dann eine Kartoffel schälen und zum Schluss einer Frau ein Kompliment machen – mit Mikro!
Es war auf jeden Fall sehr lustig und beim Kravatte binden, hatten sie eine Bildanleitung bzw den Herren im Publikum hat es in den Fingern gejuckt, es einfach selbst zu machen. Sie haben aber alle Aufgaben mit Bravur bestanden und wurden zur Jugend geweiht^^
Dann gab es Buffet mit sehr vielen leckeren Sachen und abends war dann DJ Gorge da (oder George, ich weiß es nicht…aber gesprochen wird es „Schorsche“^^)
Am Anfang haben hauptsächlich die Erwachsenen getanzt, Luko, ich und Luca B. haben die Tanzfläche ebenfalls durchgetanzt UND ich hab mal mit Luko Cha-cha-cha und Jive und sowas getanzt, das war mega cool! Das süße war, dass Leni meinte, dass wenn Luko und ich nicht Cousin und Cousine wären, wir voll das süße Pärchen wären/sind. 😀
Luko hat für uns auch immer die Drinks gemixt und laut deren Aussagen war ich auch durchaus etwas angetrunken an dem Abend….Die Grüne Wiese war aber auch geil!
Abends sind dann die Erwachsenen gegangen und zurück geblieben sind die vier Jugendweihlinge plus jeweils 1-2 Freunde, Luko, Hannes und ich. Wir haben erst Wahrheit oder Pflicht gespielt, danach gab es die Wasser-Flachwitz-Challenge und dann haben wir drei großen die „Kleinen“ aufgeklärt. Ab 3 oder 4 Uhr hat sich dann jeder eine Couch zum schlafen gesucht. Außer Luko, der hat wohl über 5 Stühlen gepennt, die Pfeife 😀
Am Morgen sind dann die Erwachsenen gekommen und wir haben umgebaut zu einer riesen Tafel und haben alle zusammen gefrühstückt, bevor alles aufgeräumt wurde. Wir sind dann nachmittags eine Fuhre nach Hause gefahren, haben das Auto ausgeräumt und ich hab dann mit Luca B. und Luko bei Luko noch eine Folge Vikings geguckt. Danach haben wir Fritzi zu nem Freund gefahren und sind selbst nochmal ins Jugendhaus, um dort mit Hannes plus Familie, Mama und Stefan Volleyball zu spielen. Das hat mir richtig Spaß gemacht, obwohl ich es in der Schule nicht so geil fand. Gut, das ist jetzt auch schon wieder zwei Jahre her 😀
Abends war ich dann noch bei Papa zum Abendessen. Zusammen mit Manu, Luko und Dirk und unserer Namibiafamilie aus Berlin. Ich hab den Film nochmal gezeigt, wir haben geschwatzt, kalte Schnauze gegessen und ich hab Oma noch ein paar Marseille Fotos gezeigt.
Am Montag, 30.04.2018 hab ich mich früh mit Teresa getroffen. Sie war bei mir, wir haben ganz entspannt gequatscht den Vormittag. Am Nachmittag bin ich dann in den Beutlerpark gefahren um mich mit Flo zu treffen. Das war auch entspannt. Vorallem hab ich Teresa nochmal an der Ampel nach der Uni getroffen, das war witzig. Abends waren wir dann zum Hexenfeuer bei Freunden eingeladen, aber darauf hatte ich keine Lust, Fritzi ebenfalls und Oma war auch zuhause. Also sind wir daheim geblieben und ich hab noch mega lange Serien geguckt, bzw hatte auch Probleme einzuschlafen, weil Fritzi wie ein Bär neben mir geschnarcht hat…
Am Dienstag, 01.05.2018 haben Fritzi und ich Frühstück für alle gemacht. Gegen Mittag hab ich Oma zum Flixbus gefahren, dann hab ich noch das Auto ausgesaugt und mich um ne Alternativfahrt nach Marseille gekümmert, da wegen des Streiks mein TGV mit höchster Wahrscheinlichkeit gestrichen wird. Letztendlich habe ich einen Flug von Frankfurt nach Marseille gebucht für Donnerstag früh um 6:30. Dann hab ich noch ne Mitfahrgelegenheit gefunden, die Mittwochabend in Dresden losfährt, dann müsste ich nur noch eine Stunde am Flughafen warten bis ich einchecken kann. Dann schrieb plötzlich die Fahrerin, dass sie sich verspätet und ich war total irritiert, weil die Fahrt doch erst morgen ist. Ich hab heutiges Datum und Tag gecheckt und mit ihrer Mitfahrgelegenheit abgecheckt. Da meinte sie, dass sie in Wirklichkeit heute fährt. Also hab ich abgesagt und nach Alternativen geguckt. Aber es gab echt nichts günstiges, dass über Nacht fährt. Also war dann die einzige Möglichkeit Mittwochvormittag nach Frankfurt zu fahren, dort bei ner Freundin meiner Oma zu übernachten und Donnerstag früh safe den Flieger zu nehmen. Ich hab ne Fahrt ganz easy gefunden, Rita hat auch zugesagt, dass ich die Nacht bei ihr schlafen kann und sie würde mich auch zum Flughafen fahren. Dann hatte ich nur noch das Problem, dass ich Panik hatte, mein Rucksack geht nicht durch die strengen Vorgaben der Handgepäcksgrößen von Rynair….
Mittwoch, 02.05.2018 früh haben wir alle zusammen gefrühstückt und ich bin mit Mama dann auf um 10 zum Hbf gefahren. Dort ging dann die Fahrt ganz entspannt nach Frankfurt. Die zweite Mitfahrerin hat mich so total an Safia vom Seminar erinnert. Hätte ihre Mutter sein können, aber das hat sich ausgeschlossen, als wir über die DFJW-Seminare geredet haben, da hätte sie das ganz sicher erwähnt. In Frankfurt sind wir gegen 15:30 angekommen und ich musste erst mal ein Ticketschalter für die Öffentlichen finden und die Straßenbahn. Das Ding war, das Rita noch mal ab 16:30 arbeiten musste und nicht wusste wie lange, damit sie mich in die Wohnung lassen kann. Hat dann aber alles gut geklappt, ich bin zu ihr und hab im Garten auf sie gewartet. Als ich dann in der Wohnung drin war hab ich erst mal allen Bescheid gesagt, meinen Rest Proviant aufgegessen und auf sie gewartet. Wir haben uns dann noch unterhalten und sind gegen 20 Uhr schlafen gegangen. Bis dahin war aber noch nicht klar, bei wem ich dann morgen in Marseille tagsüber bleiben könne, weil alle ja arbeiten sind und ich ja eigentlich auch erst abends um 22 Uhr mit dem TGV ankommen sollte. Es blieb also spannend.
Donnerstag, 03.05.2018
Heute klingelte mein Wecker um 3:30, aufstehen, anziehen und um 4 Uhr ging es los. 4:30 hat Rita mich am Terminal 1 abgesetzt. Dann musste ich doch rüber zum Terminal 2 und mit nem Sky-Train gefahren… wie s-Bahn fahren, nur wie Achterbahn – also ohne Lockführer. Da dann durch die Sicherheitskontrollen und zum Gate. Und ich muss sagen, so ein Flughafen hat was von nem unbewusstem Fitnesscenter, oder? Man rennt hin und her auf der Suche nach dem richtigen Gate, ewig lange Gänge und jeder hat sein selbstgewähltes Gewicht dabei…Aber nach langem Herumgeirre hab ich mein Gate gefunden und hab mich da zu ner Gruppe Jugendlicher gesetzt, die offenbar nen Roadtrip von Marseille an der Küste entlang machen oder so. Da ist mir dann auch erst aufgefallen, dass keiner die Größe meines Rucksacks geprüft hatte, aber gut okay. Um 6:30 ging dann das Gate auf und dann wurden wir noch mit dem Bus zum Flieger gefahren. Im Flieger hab ich mit einem Mädchen die Plätze getauscht, damit sie und ihre Freundin zusammen sitzen konnten. Und den Flug über habe ich gepennt.
Nach 1 ½ Stunden sind wir in Marseille gelandet. Da musste ich mir erst noch ein Busticket kaufen und bin dann zum Hbf St.-Charles nach Marseille gefahren. Dort hab ich mich in die Ecomotive gesetzt, mit einen Tee und einen Bananen-Nuss-Brownie gekauft und dann rief Lara an, dass ich heute doch zu ihr könne. Sie kam dann eh noch zum Bahnhof und da haben wir uns dann getroffen. Ich saß derweil auf den Treppen des Bahnhofs, als ein älterer Mann auf mich zukam und mich angesprochen hatte. Und er sagte, dass ich wunderwunderschön wäre, auch mit den Haaren und so und er hat mich gesehen und wollte mir das unbedingt sagen. Wir haben uns ein bisschen unterhalten und dann meinte er, dass er mich mal auf ein Traumwochenende nach Marseille einladen möchte und wir Nummern tauschen sollte. Also es war total süß, aber er war defintiv zwei Generationen über mir^^ Ich hab ihm gesagt, dass ich noch nicht so lange hier bin und deshalb auch noch keine französische Nummer habe, dass ich mich auch sehr geschmeichelt fühle, aber ich bereits wundervolle Wochenenden mit meinen Freunden in Marseille verbringe und ich deshalb auch nicht daran interessiert bin. Er war dann aber auch gar nicht weiter aufdringlich oder so. Das war total angenehm. Er hat sich dann mit einer Kusshand verabschiedet…
Bei Lara sah es dann aus wie im Urlaubswahn. Wir haben gequatscht, sie hat für Korsika gepackt und dann haben wir Crepes gemacht, bis sie 14 Uhr auf Arbeit gegangen ist.
Seit dem sitze ich hier und tippe und gehe jetzt auch noch ne Runde raus, weil das Wetter in Marseille ist einfach fantastisch und ich wurde zugeteilt Gewürze für Korsika zu kaufen….Also werde ich noch ein bisschen in der Sonne spazieren und shoppen gehen und mich heute Abend mit den anderen wieder irgendwo treffen, bzw dann auf jeden Fall bei Stefanie übernachten ;