Hallöchen alle zusammen!
Ich war mal wieder unterwegs, hab reichlich erlebt und ein wunderschönes Wochenende gehabt 🙂
Am Donnerstag meinten Naima und Sabrina, dass Freitag das Büro geschlossen sein wird und ich zuhause bleiben kann. Also habe ich mich schnell mit meinen Schlafmöglichkeiten in Marseille organisiert und mir einen Platz ab Freitag gesichert.
Freitagmorgen war es dann aber noch ganz entspannt. Ich habe mir nur vorgenommen das Haus vor 12h zu verlassen, damit ich nicht zu spät in Estaque bin. Das hat auch alles ganz gut geklappt. Gegen 11 stand ich dann also am Bahnhof und musste feststellen, dass ich wieder an jenem Tag Salon verlassen will, an dem kein Zug fährt. Ich musste ne Stunde auf den SNCF-Bus warten und mit dem nach Miramas fahren. War echt nervig, aber als ich in Estaque ausgestiegen bin, schien immer noch die Sonne vom blauen Himmel runter. Und es roch so unglaublich gut nach Sommer. Ein Geruch, der mir auch am Morgen beim Verlassen des Hauses sofort aufgefallen ist.
In l´Estaque am Bahnhof war ja echt nichts. Ich bin dann einfach Richtung Meer gelaufen und hab nach 5 Minuten den Hafen gefunden. War jetzt auch nicht sooo schwer^^ Dann hab ich in meinen Reiseführer geguckt. Hatte nämlich überlegt mit der Fähre nach Marseille zu fahren. Bin dann erstmal die Promenade entlang bis zum Plage de l´Estaque. Also wirklich was mit Strand war da nicht. Dafür aber ein kleiner Park wo die Franzosen Boulle gespielt haben und ein paar Meter weiter Sitzflächen wie in nem Amphitheater und dahinter ein Park mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und nem Spielplatz. Da war auch der Fährenanliegeplatz, aber die Fähren fahren nur zwischen April und Oktober…Naja, ich hab mich dann dort im Schatten der Palmen niedergelassen, Tee getrunken und nen Apfel gegessen und die Sonne und das Meer genossen. Ich saß dann auch noch kurz direkt am Meer, bevor ich mich entschieden habe, den Künstlerweg zu gehen. Der ging nach oben durch kleine Gassen und Parks…
Estaque ist ein von Künstlern beliebtes Städtchen, das ja eigentlich auch schon zu Marseille gehört. Paul Czeanne hat ja bspw hier gelebt und sich auch von dem Ort inspirieren lassen. Das angenehmer war auch, dass Estaque hinter der Hügelkette Nerthe vor dem Mistral geschützt ist. Das heißt bei mir in Salon war es total windig und in Estaque angenehm still diesbezüglich. Und dann hab ich eine Straße gefunden, von der man einen fantastischen Blick aufs Meer und auf Marseille hatte!
Bei dem kleinen Rundgang bin ich dann auch einmal nicht wie auf dem Plan abgebogen und hab ne kleine kunterbunte Ecke gefunden…sehr süß was man alles entdeckt neben den Wegen..
Wieder unten an der Promenade angekommen, hab ich mir an einem Stand Panisses gekauft. Dann sind wie kleine Kartoffelpuffer, nur aus Kichererbsen gemacht und die aus l´Estaque sollen die Besten sein….sie waren auch echt lecker. Ich bin dann wieder zurück zum Plage, hab den Kindern beim spielen zugeguckt, meine Panisses gegessen und die Sonne genossen. Ich hab mir an dem Tag auch tatsächlich ein bisschen das Gesicht verbrannt^^
Gegen 18h45 hab ich dann den Bus nach Marseille genommen und war da gegen 19h da bei der Metro Station Joliette.
Irina meinte, sie und Antonia arbeiten bis 19h30. Ich bin dann noch fix in die Einkaufshalle aufs Klo und in den Decathlon, bevor ich zur Metro-Station gelaufen bin, wo die beiden schon auf mich gewartet haben. Zusammen sind wir dann zu Antonia gelaufen und haben uns aber vorher in der Boulangerie von gegenüber Pizzen gekauft. Die wurden frisch gemacht und waren ziemlich lecker.
Irina hatte dann überlegt, ob wir nicht einfach beide bei Antonia pennen…wir hatten dann auch beide keine Lust noch mal durch die Stadt bis zu ihr zu fahren. Wir haben also noch zusammen „Men in Black“ geguckt, bevor wir schlafen gegangen sind. Ich wieder im Schlafsack.
Am Samstag haben wir früh gemütlich gefrühstückt und dann ist Irina zum Sport. Danach sind Antonia und ich Geburtstagsdeko für Sonntag kaufen gegangen und waren noch auf dem Markt Erdbeeren und Äpfel kaufen. Das haben wir alles zuhause bei ihr abgeladen und sind zum Bahnhof um Alea abzuholen gegen 15h30. Mit ihr zusammen sind wir dann zu dieser Garten Party gelaufen, die ich auf Facebook entdeckt hatte. Wir haben uns dann noch ein wenig verlaufen, aber als wir dann da waren, wollten wir nicht rein. Erstens sah es nicht so sympatisch aus wie auf den Fotos und dann war auch nicht wirklich was los. Also es hatte die Größe, wie wenn wir im Hof mit den Nachbarn oder Freunden grillen, nur dass jeder hier halt 4€ Eintritt zahlen muss. Da haben wir uns dann umentschieden und sind mit dem Bus zu Antonia gefahren. Dort habe ich mein Zeug geschnappt und die anderen die Erdbeeren und Äpfel und wir sind zu Irina. Da waren wir dann noch gemeinsam einkaufen, bevor wir bei Irina backen konnten. Irina hat einen Apfel-Streusel-Kuchen gemacht und Antonia und Alea eine Erdbeer-Biscuit-Rolle…. Die erste Herausforderung dabei war, das Ei zu Eischnee zu schlagen…die beiden haben dann mein Talent dafür entdeckt^^
Die Erdbeeren hatten wir dann umsonst hin und her getragen, weil sie ihren Keksboden erst noch ruhen lassen wollten. Ich habe mich dann dazu entschieden, wieder mit zu Antonia zurück zufahren, da ich nicht ganz alleine in Irinas Wohnung schlafen wollte. Wir sind dann mit den Kuchen in der Hand Metro gefahren und waren noch in einem Restaurant Couscous essen. Das war lecker. Couscous mit Gemüse.
Irina ist dann eher los und wir anderen drei sind zu Antonia und haben noch ne Weile gequatscht, bevor es ins Bett ging. Diesmal durfte ich mit im Bett schlafen 😀
Der Sonntagmorgen war auch erst entspannt, aber dann mussten wir uns beeilen mit aufräumen, Zimmer für die Überraschungsgeburtstagsparty für Hassan dekorieren und die Erdbeer-Biscuit-Rolle vollenden. Das ging dann auch relativ fix und wir waren rechtzeitig fertig. Ich habe es zum ersten Mal geschafft, einen Luftballon aufzupusten….
Dann hat Antonia so Partyhüte gekauft….es hatte evtl ein bisschen Flair von einer Kindergeburtstagsparty, wobei Hassan 27 geworden ist…aber naja. Lynn kam dann auch noch vorbei und dann haben wir auf Irina und Hassan gewartet. Der war auch sichtlich überrascht und hat sich total gefreut. Wir saßen dann gemütlich zusammen, haben die Kuchen gegessen, die wirklich vorzüglich waren und gequascht, Fotos mit einer Sofort-Bild-Kamera gemacht und am Ende noch Dixit gespielt, wobei ich gewonnen habe 😀
Alles in allem war es ein sehr schöner Nachmittag, aber gegen 19h hab ich mich dann auch verabschiedet und bin mit der Metro zum Hbf und von da nach Hause. Diesmal absolut problemfrei..

Also am Anfang fand ich es ja noch schön in Salon und nicht in Marseille zu wohnen, aber der Aspekt, niemanden zu kennen, ist halt schon ganz schön gravierend und es wäre so viel schöner, mit den anderen in Marseille zu wohnen. Gerne auch an so ner schönen belebten Straße wie Antonia und wo man sich abends auch mal spontan treffen kann oder so. Aber naja, die 5 Monate bzw die 20 Wochen halte ich jetzt auch noch durch und ich hab noch einiges vor für die Wochenenden….
Also bis bald