Frühlingsgefühle in Marseille & ein Rückblick auf die letzten Wochen

Meine Damen und Herren,

wir schreiben das Jahr 2018.
Das Ende des Jahres 2017 startete mit einem zwei-Tages-Trip nach Luxembourg mit einer Freundin vom Seminar. Wir haben uns die Haare grün gefärbt, saßen auf meiner Lieblingsruine mit dem zweitschönsten Ausblick auf die Stadt, haben eine Schokolade-to-go aus meinem Lieblingsschokoladenhaus getrunken und ich habe meine luxemburgische Familie wieder gesehen. Die beiden Kinder immer noch so unglaublich süß, auch wenn sie älter geworden sind und am Anfang sehr schüchtern. Charline redet jetzt und versteht was wir sagen. Sie ist einfach zauberhaft und zuckersüß. Auch Alex und Flo haben sich sehr gefreut und Marylou ja sowieso.

Über mehrere Stationen über Aachen und einem netten Abend mit guten Freunden aus der Ecke Waldniel, hab ich es zu Weihnachten nach Hagen geschafft. Dort war großes Weihnachtsessen und -fest mit Stefans Familie. Am 27.12 ging es sehr früh zurück. Dann waren wir einmal alle zu siebt plus Hund in der Sächsischen Schweiz wandern. Da hab ich meine Lieblingslehrerin aus der Oberstufe getroffen. War schon cool, der ehemaligen Französischlehrerin zu erzählen, dass man jetzt in Frankreich wohnt 😀


Das Jahr 2017 klang aus mit einer geilen Party in Berlin bei Mamas Bruder. Knicklichter, Kinderbespaßung mit Paparazifotos, der Wintergartendisko bis hin zur völligen Erschöpfung auf dem Sofa gegen 5 Uhr früh. Am Folgetag, bin ich dann auf dem Nachhauseweg auch noch mit Mama eine Stunde Umweg gefahren….Irgendwie sind wir in Polen rausgekommen…

Das Jahr 2018 startete also knallig und es folgte eine Papa-Ski-und-Snowboard-Wochenende in Schöneck bei der Oma, große romantische Momente und Liebeserklärungen unseres Hundes, neuen Bekanntschaften und alte Wiedersehen und schließlich eine Weißheitszahn-OP. Ich war mit meinen Hamsterbäckchen eine Woche lang krank geschrieben. Keine Sorge, es gibt keine Bilder davon, aber ich kann soviel sagen, dass ich mich selber ausgelacht habe, wenn ich mich im Spiegel angeguckt habe.^^


Den letzten Tag in Deutschland vor meiner Abreise, war ich dann mit Mama in Pirna. Dort habe ich mir zwei neue Bikinis gekauft, die Motivation genug sein sollten, damit ich im Sommer auch ordentlich darin aussehe^^
Am Abend habe ich Crêpes gemacht und wir haben die Handball EM geguckt….die leider nur einen Gleichstand für Deutschland erzielt hat.

Am 18.01. ging es dann früh um 06:21 Uhr mit dem Zug in Dresden los. Gegen 11 Uhr hatte ich drei Stunden Aufenthalt in Frankfurt, bevor es mit dem TGV nach Aix en Provence ging, wo Anne mich abgeholt hat und ich abend gegen 22 Uhr wie tot ins Bett gefallen bin.
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Freitag war ich dann früh ganz normal auf Arbeit, und dann nachmittags erst wieder ab 17 Uhr. Ich hab das Buffet mit den Snacks vorbereitet. Es war einer aus Aix da, der einen Vortrag über das Strafverfahren von minderjährigen Straftätern erzählt hat. Leider hab ich nicht sonderlich viel verstanden. Um 21 Uhr bin ich dann auch wieder nach Hause.

Am Samstag hab ich dann meine Tasche gepackt und bin mit dem Zug nach Marseille gefahren. Dort habe ich mich um halb 1 mit Irina und Antonia am Round Point du Prado getroffen, weil da eine Messe für Studenten in Marseille war. War aber nicht so viel spannendes für mich dabei. Danach bin ich mit Lara, Alea und Elena mit dem Bus in irgendeine andere Ecke Marseilles gefahren zum Emmaüs – eine riesige Lagerhalle. Ich habe mir da ein wunderschönes Gemälde gekauft für meine Wand gegenüber vom Bett. Bin total verliebt in das Bild. Während die anderen da noch weitaus fündiger geworden sind, bin ich mit einer sehr bequemen Couch verwachsen. Da ich meine Tasche auch die ganze Zeit mit durch die Kante schleppte, verging mir relativ schnell die Lust.

Auch war ich etwas verstört, denn als wir aus dem Bus ausgestiegen sind, hat uns eine Frau angesprochen, ob wir Deutsche sind. Und dann ging es los, von wegen Krieg und die Deutschen sind schuld und sie erträgt es nicht, dass wir im Bus deutsch geredet haben und pipapo. Ich habe nicht ganz so viel verstanden, wir haben hinterher noch darüber diskutiert, aber die anderen meinten, sie wurden schon öfter mit Nazi und anderen Namen angesprochen, was mir echt noch nicht passiert ist…

Gegen 18 Uhr waren wir wieder in der Innstadt und ich bin mit der Metro bis zu Stefanie gefahren. Dann war es auch schon 19.30 und wir wollten eigentlich noch was zusammen mit den anderen machen. Wir waren dann erstmal im Vapiano Pizza essen. Das hat echt gut getan und sind danach zu den anderen zum Vieux Port gefahren. Dort saßen schon Irina, Antonia und Achref. Lara und Alea sind dann später dazu gekommen. Es war Achrefs letzter Abend in Marseille und wir waren gerade noch so pünktlich da, um was von der Happy Hour profitieren zu können^^

Es war ein wirklich sehr lustiger Abend:

Happy Hour.
Lara und Alea kommen 4 Minuten vor Schluss.
Lara ordert schnell einen Kellner und bestellt 2 Mojito.
Ich zu Antonia: jetzt bekommen sie bestimmt 4^^
Nach 10 Minuten kommt der Kellner wieder und stellt zwei Mojito auf den Tisch. Dann fragt er noch, ob zwei bestellt wurden, und stellt nach Bestätigung noch zwei weitere auf den Tisch…

Einer vom Nachbartisch gesellt sich an unseren Tisch. Alea fragt vom anderen Ende des Tisches, ob er aus Marseille kommt. Er hat sie nicht verstanden, und fragt was sie gesagt habe. Alea hat dies jedoch auch nicht verstanden.
Das Resultat: beide halten sich die Ohren hin.

Wir versuchen Achref beizubringen -ch- und -sch- richtig auszusprechen. Nach einer Weile spricht unser ganzer Tisch nur noch -ch- …. plötzlich gucken uns die vom Nachbartisch komisch an und Achref erklärt ihnen, dass wir nur kleine Lektionen in Deutsch haben.

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Achrefs letzter Abend. Die Gruppe nannte zwei wunderschöne Bildtitelideen:
1) Achref und die deutschen Mädchen
2) Achref und sein Harem

Stefanie und ich haben dann die letzte Metro um halb 1 nach Hause genommen.

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Meine Damen und Herren,
wir sind angekommen am heutigen Tag. Und ich muss vorab sagen: Es war ein wunderwunderschöner Tag und ich habe mich heute das erste Mal in Marseille verliebt. Da nehme ich auch in Kauf, dass ich immer beim Besuch auf der Isomatte und dem Boden schlafen muss. Aber der Tag heute, war einfach so Hammer-mäßig gut!!

Wir haben bis 10:30 geschlafen, sind gemütlich aufgestanden, haben uns fertig gemacht und dann gab es erstmal Crêpes zum Frühstück. Gott waren die gut!
Zwei Stunden nach dem Aufstehen haben wir es dann aus dem Haus geschafft und sind zum Vieux Port gefahren. Das Wetter war zu dem Zeitpunkt schon Sonne pur und 16°C, allerdings wehte der Mistral. Aber es fühlte sich an wie im April in Deutschland und auch das Gefühl war „Heimat“ und es roch wie Frühling.

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Vom Vieux Port sind wir dann durch kleine süße Gassen immer weiter noch oben gelaufen, bis wir am Fuße der Felsen standen, auf dem ganz oben die Notre Dame de la Garde de Marseille trohnte. Ein wunderschöner Anblick! Wir sind die Treppen hoch…natürlich haben wir vergessen sie zu zählen, aber anhand der Schmerzen die ich morgen haben werde, kann man schon so sagen, dass es irgendwas zwischen 1.000-5.000 Stufen waren^^
Als wir oben waren: Diese Aussicht war einfach atemberaubend. Ich würde dort sofort einziehen wollen! Wir haben erst die Aussicht aufs Meer genossen. Es hatte was von diesem Puzzle mit der Bucht und den vielen bunten Häusern. Nur war es so viel schöner! Ich war einfach hin und weg 😀

Und danach sind wir auf die andere Seite der Kirche und da wurde mir erst bewusst, wie riesig Marseille ist. Bei diesem Anblick ist es passiert: Ich habe Marseille mein Herz geschenkt. So eine riesige Stadt und bei dem Wetter und der Sonne und allem drum und dran: atemberaubend.

Wir sind dann noch in die Kirche gegangen und selbst von innen, war die Kirche wunderschön. Bemalt mit bunt und gold, aber überhaupt nicht kitschig oder total übertrieben. Aber sie war überraschend klein, wenn man bedenkt, wie groß sie eigentlich ist.

Nachdem wir uns reichlich satt gesehen haben, sind wir auf kurzem Wege zurück zum Vieux Port und haben in einem Café einen Croque Monsieur verspeist. Also jeder einen. Dazu gabs Salat, war irgendwie total lecker.
Danach sind wir zu Stefanie zurück gefahren und haben auf dem Weg in der Bäckerei noch eine Kleinigkeit zum Café gekauft.
Gegen 17 Uhr sind wir dann bei ihr los und sie hat mich noch bis zum Bahnhof und in meinen Zug gebracht. 19 Uhr war ich dann zuhause und das führt mich zu jetzt…Ich geselle mich gleich ins Wohnzimmer zu Anne, Marie&Arnauld und Mathilde. Die machen nämlich einen Spieleabend und es gibt nachher Pizza. Schon wieder… Aber ich beschwere mich nicht 😀

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Einen schönen Abend euch noch und aufpassen, dass die Kinnlade wieder zugeht, nach dem Anblick meiner Bilder 😉

Hab euch alle lieb!!

 

 


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