Freitag, der 08. Dezember 2017
Ich bin gestern Abend per Mitfahrgelegenheit nach Marseille zu Stefanie gefahren. Haben uns dann zum “Abendessen” Brownies gebacken, einen Emmentaler geteilt, Milch, Tee und Wasser getrunken und generell ihre Reste weggefuttert.
Heute morgen hatten wir dann wahnsinnig viel Zeit, da wir uns erst um 12 Uhr mit Lara und Alea am Hbf verabredeten hatten. Dort saßen wir im Cafe L’Ecomotive und haben super lecker Mittag/Frühstück gegessen. Nudel-Spinat-Auflauf und leckere Salatbeilagen.
Um 13:47 Uhr haben wir dann den Zug genommen und sind zwei Stunden später in Lyon umgestiegen. Gegen 17 Uhr haben wir dann Grenoble erreicht. Dann mussten wir aber zwei Busse fahren lassen, weil wir immer das falsche Ticket gekauft haben. Unsere Gruppe hat sich dann auch vergrößert mit Clément, Konrad und Lisa Sophie. Als wir dann endlich den Bus um 18 Uhr genommen haben, hat der auch noch ne Stunde gebraucht, wegen nem Unfall….aber am Ende ging dann auch die Landschaft in eine schneebedeckte über. Bei unserer Ankunft in Villard-De-Lans hat es dann richtig heftig geschneit. Als wir an dem Seminarhaus angekommen sind, waren wir total eingeschneit^^
An dem Abend war dann nur noch Ankunft, Abendessen, Begrüßung und Kennenlernen bzw Wiederfinden. Ich war dann 23 Uhr die Erste, die fix und fertig ins Bett gefallen ist, während die anderen noch deutlich länger ausgehalten haben…
Samstag, der 09. Dezember 2017
Heute morgen war ich dementsprechend auch die erste die aufgestanden ist und war auch noch vor dem Frühstück unten. Wegen der Ankunft gestern, durften wir heute eine Stunde länger schlafen…
Nach dem Frühstück haben wir uns dann alle im Seminarraum versammelt und den Tag mit einem Energizer begonnen. Danach haben uns Audrey und Lea das Programm vorgestellt und nochmal die Ziele der Seminare erläutert.
Danach gab es noch ein Kennlernspiel und ein linguistisches Spiel.
Nach dem Mittag sind Lara, Alea, Caren, Stefanie, Konrad und ich Mal los in die Stadt rein gestiefelt…war schon anstrengend so durch den Schnee zu waten… dort haben wir dann am “Maison de Villard-de-Lans” ein Gruppenfoto gemacht und sind wieder zurück zur zweiten Runde Seminar des Tages.
Die hat wieder mit einem Spiel begonnen, in dem wir ein Haus zeichnen sollten, dass unseren Freiwilligendienst verkörpert und dann jedes Zimmer ein Aspekt. Also:
Wohnzimmer = soziales Umfeld
Esszimmer = Arbeit / Beziehung zu Kollegen
Garten = Lieblingsorte
Straße = Zukunftsvorstellungen/-pläne
Bad = Energizer
Dachboden = was möchte ich behalten
Garage = Freizeitaktivitäten
Und dann haben wir uns in unseren Gruppen zusammengesetzt. Das wären dann Konrad, Matthias, Sarah, Alea, Lara, Stefanie und ich mit dem DFJWler Daniel, und haben unsere Häuser erläutert, wie wir mit unserer Arbeit zurechtkommen, wo wir wohnen, wie es uns geht und so. Dafür haben wir dann knapp 2h gebraucht. Aber das war echt interessant und ne tolle Methode!
19:15 gab es dann Abendbrot. Eine sehr leckerer Kürbissuppe, wobei auf keinen Fall leckerer als die von Mama! 😉
Und um 21 Uhr war der Spezialitätenabend angesetzt. Das heißt, jeder hat eine Spezialität aus seiner Region mitgebracht, beschrieben und dann wurde geraten, welche Beschreibung zu welcher Spezialität gehört. Aber ich war dann so müde. Hab mit meinem Tisch ein Schlückchen “Berliner Luft” getrunken und bin dann auch todmüde und wieder als Erste ins Zimmer hoch gegangen und hab mich bettfertig gemacht.
Sonntag, den 10. Dezember 2017
Heute morgen klingelten die Wecker alle so gegen 8 Uhr. Bis neun Uhr waren wir mit dem Frühstück fertig, sodass wir um Viertel nach neun im Seminarraum saßen.
Der Tag begann wieder mit einem Energizer, diesmal um nochmal die Namen zu wiederholen. Danach haben wir uns Gedanken zu unserem Zusammenleben gemacht und in der zweiten Runde angefangen unsere Plakate für den Abend zu gestalten.
Nach dem Mittagessen wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt.
Die erste Runde war ich bei Lea und Etienne. Wir haben unsere Tandempartner durch Märchen gefunden. Und dann mussten wir aus unseren Märchen ein neues basteln, allerdings begann das neue Märchen auf deutsch und endete auf Französisch.
Danach ging es in die zweite Runde des interkulturellen Austauschs mit Audrey und Daniel: Wir haben erst ein Brainstorming zu einer Mandarine gemacht und dann hat jeder seine eigene bekommen und musste diese sich genau einprägen. Danach wanderten diese zurück in den Sack und jeder sollte sich seine Mandarinen wiederfinden. Ich war mir letztendlich sicher, dass ich nicht meine Mandarine in den Händen hielt. Aber naja, wir haben dann weiter geredet über Klischees uns Vorurteile. Das war super interessant!
Nach dem Abendessen startete unsere kleine Galerie, wo jeder Freiwillige seine Arbeit, seine Mission und seine Arbeitsstelle vorgestellt hat. Wir haben uns die Plakate der anderen angeguckt, uns viel unterhalten zu den Plakaten und zu anderen Dingen. Am Ende saßen wir nur noch mit Konrad, Lara, Caren, Alea, Stefanie, Shai, Faustin und Lieven im Saal und haben gequatscht. Ich bin dann mit Caren wieder als erste ins Bett gewandert.
Montag, der 11. Dezember 2017
Nach dem Frühstück und dem Energizer haben wir uns unseren Zielpyramiden gewidmet. Die haben wir im ersten Seminar erstellt, mit Dingen, die wir im nächsten Jahr verwirklichen möchten, die wir uns vornehmen. Und haben Dinge aussortiert, die bspw schon erfüllt wurden in den ersten drei Monaten oder Dinge, bei denen wir wissen, dass sie nicht mehr realisierbar sind. Für jedes ausrangierte Ziel, haben wir ein neues hinzugefügt.
Nach einer kleinen Pause, haben uns Audrey und Lea mitgeteilt, dass die Gruppenstimmung zu mies wäre, und wir das dringend ändern müssen. Deshalb haben wir eine Runde “Riesen-Verstecken” gespielt. Und zwar die französische Variante “Sardine”. Das heißt, dass sich nur einer versteckt, und derjenige, der ihn findet, sich mit ihm zusammen versteckt. Und so verschwinden immer mehr bis nur noch einer übrig bleibt. Es war so so mega witzig! Das hat so viel Spaß gemacht.
Nach dem Mittagessen (es gab Canard à l’Orange) haben wir uns in kleinen Gruppen mit der Geschichte des deutschen Freiwilligendienstes und des französischen Services Civique beschäftigt. Ziemlich spannend, wenn man Mal bedenkt, dass das alles auf dem Zivildienst basiert. Letztendlich ist dieser deutsch-französischer Freiwilligendienst eine Partnerschaft zwischen dem DFJW mit den jeweiligen Diensten.

In der letzten Einheit hatten wir eine “bewegte Debatte” mit sehr interessanten Fragen bzw Aussagen. Bspw:
- Ist die Entlohnung gerecht?
- Haben wir das Gefühl, unserem Status gerecht zu werden in unserer Einsatzstelle.
- Dienen wir mit unserem FSJ unserem Land?
- Sollte man den Freiwilligendienst für alle verpflichtend machen?
Wir haben lange diskutiert und sehr interessante Ansätze gehört.
Zum Abendessen gab es Raclette. Matthias neben mir hat komplette die Fassung verloren und hat immer wieder betont wie glücklich ihn gerade das Raclette macht. Verhaltensweisen über Essen, die ich ja von Zuhause zur Genüge her noch kenne. Es war also insgesamt sehr amüsant. Und lecker!!
Am Abend saß ich noch mit den anderen unten im Salon und habe zugeguckt, wie die anderen unter Shai’s Anleitung getanzt haben. Für Unterhaltung war also auch noch gut gesorgt.
Dann sind Stefanie und ich auf die Idee gekommen, “Stadt, Land, Fluss” zu spielen. Irgendwann sind dann Caren und später Etienne eingestiegen, der uns alle abgezogen hat, obwohl er als Franzose einige Schwierigkeiten hatte, die deutschen Bezeichnungen zu finden… bspw bei Beruf mit ‚e’ nannte er “ehemaliger Krieger” und bei Tier mit ‚d’ nannte er “Drache”…wir haben uns so tot gelacht. Es war wirklich sehr witzig.
Am Ende war unser Zimmer das einzige, welches noch wach war. Wir sind dann hoch und haben noch eine 5-minütige Pyjamaparty veranstaltet. Also wir standen alle im Schlafanzug im Zimmer, haben Musik gehört und uns tot gelacht…ich lag noch mit Krämpfen vor Lachen im Bett, als wir um 2 Uhr beim einschlafen waren.
Dienstag, der 12. Dezember 2017
Am Vormittag haben wir uns wieder dem interkulturellen Einheit und dem Tandem gewidmet. Im ersten Teil ging es um das 4-Ohren-Prinzip mit dem verschiedenen Arten, wie der Empfänger die Aussage des Senders betrachtet.
Im Tandem hab ich mit Émilie gearbeitet, und zwar sollten wir ein Projekt entwerfen, welches mit unseren momentanen Freiwilligendiensten kompatibel ist.
Die Mittagspause wurde etwas verkürzt, damit wir später mehr Zeit haben können.
Dann haben wir eine halbe Stunde an unseren Sprachziele gearbeitet.
15-17 Uhr hatten wir dann eine große Pause, in der ich mit Caren, Émilie, Lisa, Faustin, Juliette und Lisa-Sophie in die Stadt gelaufen bin. Wir haben ein paar Fotos gemacht und sind durch die schneevermatschten Straßen geschlendert.
Émilie hat sich dann irgendwann verabschiedet und wir (der Rest) sind in ein Café und haben uns eine heiße Schokolade und einen Schokocrêpes gegessen. Sehr lecker! Und hat wirklich gut getan, weil ansonsten gibt’s nicht viel Schokolade hier 😛
17 Uhr ging es dann weiter mit “Projektplanung”. Audrey, Lea, Etienne und Daniel haben uns eine gute Methode demonstriert, um bspw im professionellen Leben ein Projekt zu planen. Dann haben wir das einmal an unseren zuvor im Tandem geplanten Projekten ausprobiert.

19:30 Uhr gab’s Mittag mit einer super leckeren Marronen-Creme gegessen. Und an Tisch hatten wir auch sehr viel Spaß. 4 deutsche Mädchen und 4 französische Jungs…war wieder sehr witzig.
Am Abend war dann noch Disco und ich hab mir die Füße solange wund getanzt, bis sie richtig heftig gekrampft haben. Da hab ich natürlich aufgehört und wurde dann auch noch – weil ich wirklich gar nicht laufen konnte – von Matthias huckepack hoch in mein Zimmer getragen. Ich meinte das zwar nur aus Spaß zu ihm, aber er hat es absolut ernst gemeint. ^^
Mittwoch, der 13. Dezember 2017
Nach dem Energizer am Morgen, gab es eine spontane Planänderung. Da heute das Wetter einfach so schön war, haben wir die Wanderung auf den Vormittag gelegt. Es war schön sehr frisch, aber so so schön! Schöner als bei Aschenputtel! Der Schnee glitzerte in tausenden Kristallen. Die Bäume waren schneebedeckt, die Sonne strahlte durch die Äste, es war einfach traumhaft! Wir sind an einem wunderschönen Wasserfall vorbeigekommen, wo Eiszapfen runter hingen und unten auch schon gefrorenes sich “stapelte”, wie in einer Grotte. Zwischendurch war unsere Gruppe getrennt. Ich war in der hinteren Gruppe und wir lagen sehr weit zurück. Als wir die anderen an einer Hütten aufgeholt hatten, haben wir uns eine Schneeballschlacht geliefert. Am Ende hatte ich dann wieder Probleme mit meinen Füßen. Die haben zwar den ganzen Tag schon so auf Anschlag gekribbelt, aber gekrampft erst so kurz vor Schluss. Aber nach einem Nickerchen und Entspannungspause, ging es wieder absolut besser.
Nach dem Mittagessen haben wir noch eine Leseübung gemacht um zu wissen auf welchem Niveau unser Leseverständnis ist. Dazu hat jeder ein Zeitungsartikel in seiner Zielsprache gelesen.
Dann hatten wir nochmal Zeit um das Seminar auszuwerten und Rückmeldung zu geben. Zum Schluss, haben wir noch per Galgenraten unseren nächsten Seminarort erraten, der so ziemlich genau in der Mitte Deutschlands liegt^^
Am Abend haben wir noch teamweise eine andere Ausgabe von “Stadt-Land-Fluss” gespielt, nämlich “Frz.Wort-Sehenswürdigkeit-Hygieneartikel”. Ich hab mit der Animateurin Audrey gespielt, das war super witzig,
Dann waren wir auch mal Vergleichsweise früh im Bett…
Donnerstag, der 14. Dezember 2017
Heute mussten wir schon halb 8 aufstehen, da um halb 9 schon Treff war, damit wir den Energizer “kotzendes Känguru” spielen konnten. Und ab 9 Uhr hatten wir dann einen erste Hilfe Kurs mit den Feuerwehrmännern von Villard-de-Lans. Der war echt cool und überhaupt nicht langweilig. Wir waren kleine Gruppen deutsch-frz gemischt, weil es diesmal keine Übersetzungen gab, aber ich hab trotzdem alles verstanden. Wir haben den ganzen Tag HWL für Erwachsenen, Kinder und Babys behandelt, Schnittwunden, Unwohlsein, stabile Seitenlage, Notfallnummer/-anruf und deren Ablauf. Ich wusste zum Beispiel auch nicht, dass die Nummer 112 europäisch ist und man die von überall aus anrufen kann. Dann haben wir defribrillieren geübt, verhalten bei verletzten Personen und am Unfallort. Es war auf jeden Fall super cool und ging den ganzen Tag.
Beim Abendessen haben uns Audrey, Etienne und Daniel uns unsere “Service Civique Karten des deutsch-französischen Freiwilligendienstes” überreicht, mit denen wir viele Vergünstigungen bekommen. Und dann haben wir noch unser “Secret-Stories“ Spiel aufgelöst. Jeder hatte ein Zettel mit einem Geheimnis am Anfang der Woche geschrieben, und jeder hat einen gezogen und musste erraten, wem dieses Geheimnis gehört. Wir hatten beim Essen sehr viel Spaß und es war echt spannend.
Dann war für heute als der letzte Abend Disco geplant. Naja…die Musik war schon Recht untanzbar….jedenfalls hat keiner getanzt…gegen Mitternacht war die Tanzfläche dann schon gefüllt, allerdings nur von quer- und gegeneinander hüpfende Goa-Musik-Begeisterte….das hab ich mir ein Lied lang angeguckt und hab mich dann zu den anderen in den Essensraum geschlichen und dort den Gesprächen gelauscht… bevor wir ins Bett gegangen sind, hab ich noch mit Émilie rumgealbert 😀
Freitag, der 15. Dezember 2017
Heute morgen klingelte der Wecker schon halb 7…wir hatten so ca. 4h Schlaf bekommen, haben es aber doch ganz gut aus dem Bett geschafft. Anziehen, Bett abziehen, und alles einpacken und runter bringen. Dann Frühstück und diverse Versuche, wacher zu werden….gegen 8h20 haben wir den anderen Stress gemacht, dass wir noch ein wenig eher losgehen sollten, als 8h30, weil es in der Nacht nochmal richtig geschneit hat, sodass wirklich alles weiß war.
Wir sind dann also durch den Schnee zur Bushaltestelle gestampft, haben uns Tickets besorgen und auf den Bus gewartet. Der fuhr dann um 8h ab und ich hab die weiße Landschaft vom Fenster aus genossen. Wir sind dann auch durch eine total schöne Schlucht gefahren, die mir bei der Ankunft nicht aufgefallen ist – was wahrscheinlich daran lag, dass es bei der Ankunft schon finster draußen war^^
In Grenoble sind wir gegen 9h10 angekommen und man hat in den Bergen so richtig die Schneegrenze gesehen, bis wohin der Schnee liegen blieb. Wie als wären die Berge mit Puderzucker bestreut.
In Grenoble standen wir erst noch ne Weile am Hbf rum, bis Lara, Alea, Stefanie, Antonia und ich uns von den anderen verabschiedet haben. Wir wollten zuerst zu unserer Airbnb-Wohnung, um die Sachen dort abstellen zu können. Also richtiges Tramticket kaufen, richtigen Straßenbahnen finden und korrekt umsteigen und die Hausnummer finden.
Die Frau war mega nett und hat uns auch gleich schon alle Schlüssel gegeben. Wir haben unser Zeug abgestellt, und sind in die Stadt.

Dort saßen wir zuerst zusammen in einem Café für ein petit dejeuner und haben gequatscht. Danach ging es durch die Straßen Grenobles, übern Weihnachtsmarkt, durch die kleinen Gassen, von Comic-Laden zu Comic-Laden und Weihnachtsgeschenkeshopping.
Dann hatten wir auch noch wahnsinnig Glück mit dem Wetter: die Sonne kam raus, blauer Himmel und es war relativ warm durch die Sonne. Gegen 15h hat sich Antonia von uns verabschiedet, um ihren Bus am Hbf zu bekommen. Wir sind weitet durch die Gassen gebummelt bis wir dann doch irgendwann wieder Hunger hatten. Also haben wir uns in eine libanesische Sandwicherie gesetzt und die drei haben mich über meinen Aupair-Aufenthalt ausgefragt^^
Als es dann immer dunkler wurde, gingen die Weihnachtslichter an, die total süß waren. Wir haben uns dann dazu entschieden, dass die libanesische Teile total satt machen und wir uns nur noch einen Nachtisch gönnen werden. Also ging es erst Hop Hop Nachtisch kaufen, bevor wir mit der Tram nach Hause gefahren sind. Dort haben wir Tee gekocht, Brownies gegessen und viel geredet und gelacht. Die drei sind dann noch Mal los um Glühwein zu besorgen, sind aber nur mit Cidre und Chips zurückgekommen. Den haben wir dann noch zusammen geleert und Lara hat unsere Horoskope vorgelesen, die immer mehr ineinander verworren wurden und wir sehr viel zu lachen hatten.
Und jetzt freue ich mich auf mein Bett. Ich bin totmüde und meine Füße taten heute Nachmittag schon tierisch weh.
Samstag, der 16. Dezember 2017
Heute morgen haben wir erstmal bis 9h geschlafen, Alea war beim Bäcker und wir haben gemütlich gefrühstückt. Es gab sogar perfekt gekochte Eier! Dann mussten wir uns aber beeilen die Wohnung wieder zu räumen und haben unsere Taschen in die Garage gestellt bevor wir in die Stadt gelaufen sind. Gestern Abend haben wir uns einen Plan gemacht, wo wir in etwa heute hinwollen. Also sind wir erst mit der Tram auf die andere Flussseite gelaufen und dann immer am Ufer lang….allerdings hatten wir den Stadtplan nicht dabei, sodass wir die “falsche” Brücke genommen haben…also im Endeffekt haben wir Grenoble einmal am Fluss entlang umrundet…laut dem Ortseingangsschild von Grenoble, waren wir offensichtlich nicht Mal mehr in Grenoble^^
Also haben wir uns dann die nächste Tram geschnappt und sind wieder in die Stadt rein gefahren. Dort haben wir uns an dem Platz wieder gefunden, wo wir gestern Abend die Sandwiches gegessen haben. Dann sind wir durch eine andere kleine Gasse geschlendert und haben die Notre Dame von Grenoble gefunden. Klein aber fein. Den Eingang fand ich besonders schön, weil man dem sein Alter angesehen hat. Kaputt und wahrscheinlich auch gar nicht mehr vollständig, aber bewachsen mit kleinen grünen Büscheln. Und drinnen war es so weihnachtlich geschmückt, auch mit Blinklicht und Figuren. Die haben mich eher so an die alten Märchen erinnert, wie Frau Holle bspw. die ganz alten Filme..und dann wurde ich von Gott gesegnet und heilig gesprochen mit einem göttlichen warmen Lüftchen, das mein Haar durcheinander gewirbelt hat…
Danach haben wir einen Garten entdeckt, der im Sommer hoffentlich viel schöner ist als im Winter…und da haben wir Fotos gemacht. Beim ersten Versuch war ganz gut zu erkennen, dass Stefanie auch erleuchtet worden ist^^ das Witzige war, dass beim ersten Versuch die Kamera zwei Fotos gemacht hat, aber in 10s Abstand, und beim zweiten Versuch hieß es, die macht jetzt 5 Fotos, und dann ballert die plötzlich los, so alle fünf Fotos direkt hintereinander und wir sind viel zu langsam um noch irgendwie unsere Pose zu ändern.. naja aber geworden sind sie ja 🙂
Wir sind dann noch irgendwie durch die Gassen geirrt Richtung Weihnachtsmarkt. Dort haben wir uns was zu Essen geholt und dann hab ich mit den dreien meinen ersten Becher Glühwein getrunken. Kann man schon trinken… obwohl mich der Nachgeschmack irgendwann an Zahnarzt erinnert hat^^ aber war ansonsten gut. Allerdings hatte ich danach Kopfschmerzen, was ich aber eher auf meine Halsschmerzen schiebe. Danach hat uns Lara zum Museum geführt, und uns dabei immer ein kleines bisschen – und mit sehr viel Liebe – verarscht, weil nur sie wusste wohin und wir sind ihr blind hinterhergelaufen. So sind wir also mit etlichen Schlenkern am Ziel angekommen.
Das Museum war auch noch kostenlos und es ging um geschichtliches. Aber ich konnte mich überhaupt nicht so richtig konzentrierten. Ich war einfach nur müde und hatte Kopfschmerzen. Letztendlich haben wir eine Stunde da drin verbracht und haben uns 17h30 dazu entschlossen, zurück zugehen, unsere Sachen zu holen und zum Bahnhof zu fahren. Dort hab ich nach gefragt, ob am Abend noch irgendwas nach Salon fährt. Ich hab mich so kränklich gefühlt, sodass ich keinen Bock hatte, nochmal nach Marseille und morgen erst nach Salon zu fahren. Aber leider wurde daraus nichts. Kein Zug für die Emilia…wir haben uns dann was zu Essen geholt und sind in den Zug gestiegen. In Valence sind wir einmal umgestiegen. In Marseille haben Stefanie und ich uns dann von Alea und Lara verabschiedet und sind mit der Metro nach Hause, wo ich dann in meinen Schlafsack gekrochen bin.

Sonntag, der 17. Dezember 2017
Stefanie musste an dem Morgen auch früh los. Deswegen sind wir um dreiviertel sieben schon aufgestanden und 7:15 sind wir dann aus dem Haus. Ich bin mit der Metro zum Hauptbahnhof gefahren und hab mir mein Ticket geholt. Uuuund daaaann….hab ich mich an das Bahnhofklavier gesetzt und für alle Leute öffentlich gespielt. Meine Finger sind beim Spielen halb abgefroren und ich hatte nur die Noten von Amelie im Kopf. Es sind einige zu mir gekommen und haben sich für die schöne Musik bedankt und mir sprachlichen Apllaus gegeben. Das war schon irgendwie schön zu hören. Einfach halt von fremden Menschen, als von Verwandten.
Dann wurde ich von einem jungen Mann abgelöst, der seit sieben Jahren Klavier spielt und sich alles selber beigebracht hat, aber die Noten lesen gelernt hat. Das fand ich ehrlich beeindruckend, weil er große, wunderschöne und lange Stücke gespielt hat. Wir haben uns noch ein wenig unterhalten, bevor wir uns verabschiedet haben. Ich habe mir dann einen Tee geholt, bin zu meinem Gleis gegangen und hab mich in meinen Zug gesetzt. Der ist dann pünktlich um 8:55 losgefahren und hat mich um 9:45 in Salon abgesetzt. Mit dem Rucksack den Berg zu mir hochzulaufen war schon anstrengend, aber ich hab mich Zuhause dann erstmal entspannt und bin MIttags auch noch mal für zwei Stunden eingepennt. Abends habe ich dann mit Anne gemeinsam gegessen und erzählt, bin dann aber doch relativ früh schlafen gegangen.
